AAA XX Folge 66 – Mobbing I Otrovertiert

Shownotes

Otrovertiert

Schon mal gehört? Ein Lifestylebegriff. Irgendwas zwischen intro- und extrovertiert. Jemand, die nach Außen offen ist, sich aber schnell zurückzieht und sich in Gruppen häufig fehl am Platz fühlt. Präsent, aber doch innerlich auf Distanz. Natalie & Silke versuchen zu ergründen, ob sie sich als otrovertiert einstufen würden. Es macht ihnen Schwierigkeiten, den Begriff zu analysieren, der ja auch kein wissenschaftlich bestätigter Begriff zu sein scheint. Am Ende geben sie auf und bleiben ratlos zurück. Wie siehst du dich?

Hier mal ein Artikel dazu: „Otrovertiert: Der neue Persönlichkeitstyp zwischen Introversion und Extroversion? Oder nur eine Mogelpackung?“ https://www.praxis-psychologie-berlin.de/wikiblog/articles/otrovertiert-der-neue-pers%C3%B6nlichkeitstyp-zwischen-introversion-und-extroversion-oder-nur-eine-mogelpackung

Mobbing

Bei Natalies Arbeit mobben zwei kleine Jungs einen dritten Jungen. Für sie sind schon kleine verletzende Bemerkungen wie Bodyshaming eine Art von Mobbing. Sie erzählt sehr bewegend von ihrer Kindheit und dem Mobbing in der Familie, die bei Natalie sogar in eine Essstörung führten. Und Natalie fragt sich: Warum gehen wir so hässlich miteinander um. Warum nehmen wir nicht mehr Rücksicht aufeinander? Silke ergänzt, als sie selbst in der Situation der Betroffenen war, wurde ihr immer gesagt, sie müsse das alleine lösen. Sie müsse sich wehren und sich helfen. Und sie ist der Meinung, dass es nicht die Aufgabe von Opfern ist, diese Situation zu lösen. Auch Natalie sagt aus der Pädagogik heraus würde sich bei dem Ansatz immer nur das Opfer verändern, aber nie die Täter. Silke greift das Thema Cybermobbing auf und überlegt, was hinter den Menschen steckt, die permanent beleidigende Kommentare abgeben. Warum findet bei diesen Menschen keine Reflektion statt? Schöne Kommentare und liebevolles Feedback ist doch eine Win-Win-Aktion, weil sich beide Seiten besser fühlen.

Und schließlich: Was ist bei dir Schönes passiert? Natalie & Silke erzählen dir wieder von schönen Erlebnissen aus ihrem Alltag.

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Transkript anzeigen

00:00:15: Triple A Double X Two Women One Table Der Podcast mit Natalie und Silke.

00:00:25: So, seid ihr soweit?

00:00:27: Hallo und herzlich willkommen zu Folge Sechs und sechzig von Triple A double X. Ach echt das ist ja witzig!

00:00:35: Jaaa Mit Mia, Natalie und...

00:00:38: SICKER!

00:00:40: Genau, ja Es bleibt wie es bleibt.

00:00:46: Also wir machen das

00:00:48: Wir haben schon Oktober.

00:00:48: Deine Konzept, ja!

00:00:49: Wir haben auch

00:00:50: schon Oktober.

00:00:51: Oktober ... bald der Herbstferien?

00:00:55: Hallo, wie?

00:00:57: Wir machen nicht zu.

00:00:59: Also keine freie Zeit.

00:01:01: Nee und die Feiertage sind auch alle am Wochenende, diesmal ne?

00:01:08: Ja.

00:01:09: Cool.

00:01:09: Wie doof.

00:01:10: Ja!

00:01:13: Schön.

00:01:14: Okay, der wunderbare Oktober Und

00:01:18: wir machen Podcast draußen.

00:01:22: Wir müssen euch mal ein bisschen unterhalten, wenn ihr ein bisschen länger drin bleibt und dann braucht er uns ... Genau!

00:01:29: Da kann man sich schön auch so verlegen mit Natasete und unseren Podcast hören.

00:01:33: Ja, genau.

00:01:35: Wenn ihr nicht genug von uns kriegen könnt, dann könnt ihr die alten Folgen hören.

00:01:41: Und Sonntags beim offenen Kanal werden wir wegerwärmen Dann hört ihr uns mal zwischendurch mit Musik auch.

00:01:52: Ja, das ist natürlich noch mal ganz was Feindes!

00:01:56: Oka Lübeck, neunzehn Uhr Sonntags?

00:01:58: Genau,

00:01:59: genau.

00:02:00: Hört doch mal rein... Ich bin gerade irgendwie ganz verwirrt weil wir haben uns eben so die ganze Zeit unterhalten, so privat unterhalten und jetzt ist irgendwie so ein Pachsack-Podcast an und jetzt wusstest du dich aber wieder hoch zu schnellen.

00:02:13: Wo waren wir ja bei der Aufnahme?

00:02:17: Also wir haben jetzt schon Folge sixty-sechzig und wie immer, wir bringen jeweils zwei Begriffe mit.

00:02:25: Heute habe ich Fabelwesen und Mobbing.

00:02:28: Ja!

00:02:29: Und ich habe Festival und Otrowertiert?

00:02:33: Ja

00:02:34: also wir müssen damit starten.

00:02:37: Damit müssen wir starten?

00:02:37: Otrowärtiert weil ich das... Ich hab ganz kurz geguckt.

00:02:41: was ist das?

00:02:47: Ich bin immer noch nicht wirklich schlauer geworden.

00:02:50: Erzähl mal!

00:02:52: Mein Problem ist, dass ich mir diesen Begriff hier mitgebracht habe... ...ich kann dir aber leider nicht aussprechen.

00:02:59: Ich sage mal Otrowett hier, das ist aber falsch.

00:03:01: Das heißt O-Trowett jetzt.

00:03:04: Pass auf!

00:03:07: Es

00:03:07: gibt extrovertiert und es gibt introvertiert.

00:03:11: Was ich übrigens nicht wusste, ist dass es auch ein Ambivertiert gibt.

00:03:15: das habe ich im Zuge dessen dann auch noch erfahren.

00:03:18: Ich bin aber auf outrovertiert gestoßen weil ich das ganz interessant fand dass es diesen Begriff gibt.

00:03:28: ich weiß nicht, wie der entstanden ist.

00:03:30: Ich weiß aber, dass das kein wissenschaftlich fundierter Begriff ist ... Sondern

00:03:34: auch gelesen?

00:03:35: Sondern, dass es eher so ein Lifestyle-Begriff ist und zwar besagt er, dass jemand weder Intro noch extrovertiert ist sondern irgendwie so dazwischen ist.

00:03:47: Dass jemand gesellig sein kann, aber dann viel Ruhe braucht.

00:03:54: Warte mal, habe ich hier nur so eine Definition, also nach außen offen und gesellig zieht sich aber schnell zurück.

00:04:04: Und Otrowertierte fühlen sich in Gruppen oft Fehl am Platz – präsent und trotzdem innerlich auf Distanz.

00:04:13: Sozialkompetent und kontaktfreudig empfinden soziale Situationen aber als anstrengend.

00:04:23: Ambivertiert ist halt auch jemand, der weder introvertiert noch extrovertiert ist, dem es aber leicht fällt dazwischen hin und her zu switchen.

00:04:34: Also so habe ich's zumindest verstanden.

00:04:36: Wenn du bist amivertiert wenn du sagst Ich bin gerne auf einer großen Party mit achtzig Leuten da fühle ich mich richtig wohl ausgelassen Und dann kann ich aber auch gerne mal wieder Zuhause um sitzen meine Ruhe haben.

00:04:47: So das alles gut.

00:04:49: und bei outrovertiert Dass man auch auf einer Party mit den Achtzig Leuten gut sein kann, dass man aber dann sich schnell wieder zurückziehen muss.

00:04:59: Dann habe ich als das so gelesen haben überlegt, bin ich das?

00:05:05: Und ich

00:05:06: würde mich trotzdem weiter als introvertiert einstufen weil ... Ich gehe ja nicht gerne auf Partys!

00:05:12: Ich bin nicht gern mit vielen Leuten zusammen.

00:05:14: Ich bin lieber alleine oder mit sehr wenig Leuten zusammen Und ich ... mich kostet das eben auch ganz viel Kraft.

00:05:25: Wenn ich das sein muss, wenn ich mit vielen Leuten zusammen sein muss?

00:05:29: Dann bin ich halt auch sehr schnell kaputt und erschöpft und überlastet usw.

00:05:36: Ist das wirklich ein Unterschied dann?

00:05:39: Ich verwende mal die ganz provokante Behauptung.

00:05:43: Otrovertiert ist eigentlich nur introvertiert als Fake.

00:05:48: Also du fakesst ja dann dass du dich unter vielen Leuten wohlfühlst.

00:05:54: Mhm ...

00:05:55: Ich finde das irgendwie ein ganz schwieriger Begriff.

00:06:01: Das ist eher, wo grenzt es sich so ab zwischen ... ja, introvertiert, ambivertiert?

00:06:13: Das ist irgendwie zu dazwischen, ne?

00:06:16: Also die können unter vielen Leute sein aber fühlen sich dann distanziert.

00:06:23: Sie

00:06:24: fühlen nicht ... aufgenommen in der Gruppe und ... ja, Fehl am Platz.

00:06:32: So stand das da.

00:06:34: Aber

00:06:34: die wollen da sein?

00:06:35: Oder?

00:06:36: Geh ich mal voraus!

00:06:39: Also irgendwo muss es sich abgrenzen von introvertiert.

00:06:42: Ich

00:06:42: würde sagen, ich kann auch in großen Gruppen sein aber ich will das nicht.

00:06:47: Ja... Das

00:06:48: ist ja mein Ding.

00:06:50: Bei mir ist es ... Ich muss Lust und Laune dazu haben.

00:06:55: Manchmal hab' ich wirklich Lust unter vielen Leuten zu sein, aber dann nur relativ kurz.

00:07:03: Weil ich ziemlich schnell ausgelockt bin und dann brauche ich wirklich sehr lange Erholungszeit bevor ich das wieder machen kann.

00:07:13: So große Partys.

00:07:14: Wirklich früher bis den Äfters jetzt

00:07:19: würde ich ... Früher hab ich's halt mitgemacht weil man es machen musste so.

00:07:23: Ich würd's heute freiwillig wenn ich selber entscheiden kann nicht mehr

00:07:26: machen.

00:07:28: Damals, wenn ich unter Freundinnen war ... War das ganz lustig und hat viel Spaß gemacht.

00:07:38: Das hab' ich gerne gemacht, aber es ist die Konstellation, die das ausmacht!

00:07:47: Ich habe noch aufgeschrieben, Otrowettierte empfinden einen inneren Widerspruch.

00:07:52: Man gehört irgendwie dazu, fühlt sich aber häufig anders als die anderen.

00:07:59: Wie fern?

00:08:00: Ich

00:08:00: weiß auch nicht.

00:08:02: Man kann sich richtig greifen, oder?

00:08:04: Nee!

00:08:05: Ich hab es mal kurz überflogen und gelesen und ich dachte das versteh' ich nicht wirklich so wo das so passt.

00:08:17: Ich habe mir nochmal als Beispiel dafür aufgeschrieben also für introvertiert verarbeiten Reize intensiver und neigend zur Reizüberflutung, bevorzugen ruhige Umgebungen und benötigen einen Rückzug um sich zu erholen.

00:08:31: Und da würde ich mich... also ich will jetzt auch nachdem ich das von Otrowertierten gelesen habe, würde ich nicht denken, da bin ich zu.

00:08:41: Also

00:08:43: ich

00:08:44: fühle weiß nicht.

00:08:46: würde ich jetzt nicht sagen, ich fühle mich anders.

00:08:48: Ich gehöre schon nicht zu Gruppen dazu, das ist schon klar, aber es war eine eigene Entscheidung?

00:08:55: Nee, ich brauche das eigentlich nicht mehr.

00:08:58: Also ... Ich kann das, also ich kann in großen Gruppen gut sein, aber ich fake das dann!

00:09:05: Es gab mal so ein schönes Real von einem jungen Mann der auf einer Party war und dann richtig gefeiert, gelacht.

00:09:12: Und so ist es dann auf Klo gegangen, hat sich am Waschbecken abgestürzt und geweint.

00:09:17: Dann ging die Tür auf mich und meinte, kommst du wieder?

00:09:19: Ja!

00:09:19: Und das wieder rausgegangen, hab ich weiter gefeiert.

00:09:21: Da dachte ich ... ja, so geht Faken eigentlich.

00:09:25: So war ich früher auch, dass ich immer mal rausgekommen bin und gedacht habe, oh, ich kann das nicht mehr.

00:09:30: Damit ich wieder reingang, hab weitergemacht weil man muss ja so.

00:09:36: Ich versuchte das mit ... mir selbst so ... zu verstehen.

00:09:44: Ich denke, wenn ich in großen Gruppen bin, picke ich meistens eine Person raus und dann ... bin ich bei diese Person.

00:09:56: Und das ist so... Ich kann meinen Fokus darauf legen.

00:10:00: Und ich versuch mal alles andere auszublenden, weil es mir zu viel ist.

00:10:05: Aber ich brauch trotzdem den Kontakt und das Gefühl zu haben, ich bin präsent.

00:10:12: Also würde ich mal an der Seite stehen und dabei sein, aber nicht wirklich dabei sein.

00:10:19: Ähm ... ja... Ich finde, der Begriff ist schwierig!

00:10:27: Ja, find' ich auch.

00:10:29: Das wirklich zu betreiben?

00:10:30: Das funktioniert nicht.

00:10:31: Um das wirklich abzugrenzen und zu gucken, eher wo sind die Unterschiede?

00:10:38: Und man kann das gut faken Das ist wahrscheinlich das.

00:10:44: Ja, das meine ich.

00:10:46: Das ist eine Art...

00:10:47: Aber das ist im Prinzip das Introvertiert sein

00:10:49: weil

00:10:51: wir leben ja nicht ganz zurückgezogen und wenn wir rausgehen dann muss man sich eben künstlich dazu bringen diese Situation in dem Moment gut zu finden auch wenn man hinterher komplett erschöpft ist

00:11:06: So ein bisschen wie Maas ging dass man haben auch Nicht Weil die versuchen nicht ... extrovertiert vorzukommen, die sind trotzdem zurückhaltend.

00:11:25: Ich verstehe den Begriff nicht!

00:11:26: Ich hab hier noch mal also den Artikel, den

00:11:29: kann

00:11:30: ich auch nochmal teilen.

00:11:31: dann... Kaminski beschreibt ... beziehen ihre Energie, weder aus dem allein sein wie introvertierte noch wie extrovertierte aus großen Gruppen.

00:11:54: Stattdessen fühlen sich diese Menschen in Tiefen vertrauten eins zu eins Beziehungen am wohlsten.

00:12:02: Aber das ist ja introvertiert im Grunde.

00:12:04: Das ist Ja!

00:12:06: Die verstehen

00:12:06: den Unterschied nicht.

00:12:13: Wir bleiben ein bisschen raten zurück.

00:12:15: Ich würde sagen, schreibt euch uns doch mal wie ihr diesen Begriff otrovertiert versteht.

00:12:22: Braucht es den?

00:12:24: Also das wird ja auch definitiv als Lifestyle-Begriff... Also irgendwie hat man das Gefühl, dass ist eine Gruppe von Leuten die sich ein bisschen zu kurz gekommen fühlen und meinen sie bräuchten jetzt nochmal einen eigenen

00:12:34: Begriff oder so.

00:12:35: Ja ich sehe das gerade so introvertiert und extrovertiert als ein Spektrum!

00:12:42: Und das ist nicht so ... immer an einem Pool.

00:12:49: Man kann sich hin und her bewegen, würde ich mal behaupten.

00:12:55: Je nach Situation... Ist ja auch nicht

00:12:57: jeden Tag gleich?

00:12:58: Du bist ja auch meine anderen Tagesform wo du denkst.

00:13:00: so also ich hatte jetzt gerade eine Party ein runder Geburtstag.

00:13:05: da waren nur so ne Hand voll Leute und mit denen habe ich mich ganz wohl gefühlt.

00:13:11: dann würde ich sagen, war ich für meine Verhältnisse extrovertiert.

00:13:15: Dann habe ich die Musiklaut gestellt und den ganzen Abend getanzt und so.

00:13:19: Aber das waren jetzt eben auch nicht fünfzig Leute, sondern nur irgendwie sechs, sieben mir vertraute Leute.

00:13:26: Und da war das okay für mich.

00:13:28: Das hat mich jetzt auch nicht platt gemacht oder so ... Also es ist eine andere Situation.

00:13:34: Aber bin ich dann ... War das nur extrovertsiert?

00:13:37: Wie weiß ich nicht!

00:13:41: Ich war

00:13:42: auch am nächsten Tag total erschöpft, aber das lag glaube ich an Rosé.

00:13:48: Ja der böse Rosé!

00:13:52: Ja ich weiß es nicht.

00:13:54: also ich finde ist wirklich ein Spektrum und man kann sich hin und her bewegen.

00:13:58: Vor allem wenn's dieses Ambivett hier dann noch gibt oder jetzt... Also ich bin auch ein bisschen

00:14:03: ratlos.

00:14:04: Man ist nie so star.

00:14:05: Wir sind Menschen?

00:14:06: Ja ja genau.

00:14:10: Und ich hab Tage, wo ich mich wirklich zurückziehen muss und mit niemandem sprechen möchte.

00:14:16: Genau!

00:14:16: Und nichts machen kann, weil ich einfach nicht in der Lage bin?

00:14:20: Weil mein Kopf Erholung braucht... ...und dann gibt's andere Tage, bei denen ich wirklich sehr sozial bin um den Leuten reden kann und Smalltalk ertragen kann.

00:14:32: Ja das ist Tagesform abhängig.

00:14:37: Also ich habe einen Arbeitsplatz, wo Ich mich im Kollegialen Umfeld total wohlfühle, wo ich aber sehr viel reden muss.

00:14:44: Weil immer sehr viele Leute sehr viel reden wollen Und das mache ich da noch mit und ich hab auch Freude daran.

00:14:50: Ich mag dir alle persönlich, aber ich komme abends nach Hause und bin komplett leer.

00:14:56: Ich möchte nichts mehr zuhause nicht mehr unterhalten, einfach nur ins Bett.

00:15:02: Ich lege um zwanzig Uhr im Bett und bin wirklich fertig, weil ich mich davon erholen muss.

00:15:07: Weil ich das Gefühl habe, ich muss mich lange regenerieren, um am nächsten Tag wiederzukönnen.

00:15:14: Aber ich würde nicht behaupten ... mich da komisch oder aussätzlich fühle, oder nicht dazugehören.

00:15:20: Also ich gehöre dazu und ich fühle mich auch dazzugehören, das ist auch völlig ... vielleicht bin ich auch ambifritiert?

00:15:27: Als introvertierte Mensch kann man auch sozialfähig sein...

00:15:32: Ja eben!

00:15:33: Es schließt das eine nicht aus.

00:15:35: Man grenzt sich ja nicht aus und

00:15:36: ... Nee genau.

00:15:38: Ich find den Begriff wirklich sehr schwierig.

00:15:40: Es wird

00:15:40: alles schwierig inzwischen.

00:15:42: Also, ich fühl mich mit Intro-und Extrovertiet Gut, das kann ich einordnen und da kann man sich auch selber wiederfinden.

00:15:50: Und natürlich kannst du einfach mal extrovertiert sein dann bist aber grundsätzlich eher introvertiert.

00:15:54: Das schließt dich ja auch alles nicht aus.

00:15:56: Nee, auch Situationen!

00:15:58: Also ich denke manchmal wenn ich ganz offene Menschen begegne bin ich automatisch offener.

00:16:09: Dann bin ich einfach lockerer und ich kann mehr ins Gespräch gehen introvertierte Menschenbegegner, die wirklich sehr schwierig sind mit denen ein Gespräch zu führen.

00:16:25: Ich bin dann ein bisschen verzweifelt und ich weiß nicht...

00:16:29: Was

00:16:29: man sagen soll?

00:16:29: Ja das

00:16:30: kenne ich so gut!

00:16:33: Und dann fließt das Gespräch einfach nicht und es kommt immer darauf an diese Situation

00:16:41: Wie gut man sich kennt.

00:16:43: Das auch, ja genau.

00:16:46: Aber ich meine du bist zum Beispiel Mutter und selbst wenn du noch so introvertiert bist musst du ja, wenn du mit deinem Kind in die Öffentlichkeit gehst, musst du aktiv sein.

00:16:55: Du musst extravertiert sein, du musst eher die Welt erklären.

00:16:58: Sie geht auf Leute zu und die Leute interagieren.

00:17:01: Und

00:17:01: ich habe einen sehr extravertierten

00:17:03: Skate.

00:17:05: Ja sie liebt Menschen!

00:17:09: Man muss sozialfähig sein.

00:17:11: Also man hat da keine andere Wahl.

00:17:13: Ne, du musst dann

00:17:13: eben umbauen ja?

00:17:14: Ja genau und das ist auch gut so.

00:17:17: ich sage mal... fordert mich heraus.

00:17:20: Ja, ich hab ein Hund und ich möchte eigentlich gar nicht extrawett hier sein.

00:17:24: aber auch da ist es so dass irgendwie ständig Leute oder Kinder sagen oh was für ein süßer Hund.

00:17:27: und darf ich mal streicheln und was ist das dann für eine?

00:17:31: Also du musst ja kommunizieren weil man oft dazu gezwungen wird und dann kann man das in dem Moment auch.

00:17:42: Wir sind alle Menschen ein bisschen anders.

00:17:44: Wir einigen uns darauf, dass wir verwürzen und das nicht wirklich verstehen.

00:17:48: Aber ihr könnt uns an der Nachricht dazu schreiben, ob ihr das versteht?

00:17:51: Was versteht ihr unter Otrovertiert?

00:17:53: Schreibt uns eine E-Mail an www.aaaxxatposteo.de Instagram, Threads oder Blue Sky.

00:17:59: Da freuen wir uns!

00:18:00: Und wenn

00:18:00: ihr eine ganz einfache Erklärung habt...

00:18:03: Ja bitte nur die einfachen, die schweren Erklärungen.

00:18:06: Darauf

00:18:06: freuen wir auch.

00:18:07: Genau.

00:18:09: Dann gucken wir mal Ähm ...

00:18:12: Mobbing, bitte.

00:18:13: Ja!

00:18:14: Bevor du jetzt auch gesagt hast, gerät ich da gleich dazwischen?

00:18:17: Nee das ist mir recht.

00:18:20: Das ist so gekommen... Ich war auf der Arbeit.

00:18:26: Ich arbeite im Kindergarten

00:18:30: und

00:18:30: ja irgendwann kommt es einfach automatisch dass Kinder sich gegenseitig ein bisschen ärgern.

00:18:39: aber das war so eine Situation wo Die Kollege mir erzählt hat, zwei Jungs mobben wirklich einen anderen Jung.

00:18:51: Also die machen das ganz geheimnisvoll und wollen nicht entdeckt werden.

00:18:57: Und die knifen ihn wenn niemand zuguckt.

00:19:01: sie warten darauf dass die alleine sind und dann ärgern sie ihnen richtig doll.

00:19:06: und ich denke so diese Erfahrungen... Ich wünsche Niemanden solcher Erfahrungen.

00:19:15: Die hab ich auch mal durchgemacht, in anderen Forms und die haben mich wirklich sehr psychisch geschadet.

00:19:23: Jahre lang Therapie um Dinge rauszukriegen, Dinge zu verarbeiten.

00:19:29: Niemand verdient das so behandelt zu werden Auch im kleinsten Form wo man einfach immer wieder blöde Kommentare bringt.

00:19:39: Ich denke Das für mich ist dann zu weit Und ich wollte mal, ja in der letzten Folge hatten wir das Thema Schönheitschirurgie.

00:19:51: Darüber haben wir mal gesprochen.

00:19:53: und ja unterschiedliche Körper einfach wie wir damit umgehen und ich denke da wollte ich mir ein bisschen über meine Erfahrung erzählen.

00:20:08: aber ich habe etwas mehr aufgespart genau weil Es ist ein langes großes Thema.

00:20:16: Das habe ich relativ gut verarbeitet jetzt, aber ich finde das Thema ist so präsent, besonders momentan in der heutigen Welt, insbesondere online ... Du hast mal auch erzählt von dem Kommentar, du bist bestimmt fett und ich denke, warum geben wir so hässlich miteinander um?

00:20:44: Das ist so unnötig und so furchtbar hässlich.

00:20:51: So als Umgangsform miteinander, wir sind alle Menschen!

00:20:56: Wir haben alle Wünsche und Bedürfnisse und Gefühle... Ich wünschte mir, wir würden ein bisschen mehr Rücksicht nehmen aufeinander.

00:21:12: Und dass der Gedanke besser miteinander umgehen zu können, ist daraus entstanden.

00:21:21: Dass selbst kleine Kinder fangen damit an so richtig gezielt zum Mobben ohne das zu verstehen und ich finde dass es so traurig.

00:21:34: könnt ihr da helfen?

00:21:38: ja gewisse Weise ja die kinder müssen ja in Begleitung selber damit Darauf kommen, wie schrecklich diese Erfahrung für das andere Kind ist.

00:21:54: So den Kopf so drehen quasi ... Wie fühlt ihr euch?

00:21:59: Wenn schlimme Sachen passieren und dass dann ein bisschen klar zu machen, wie Schrecklich es ist, so andere Menschen so zu behandeln?

00:22:13: Ähm ja, hab ich denke, woher ... Kommt das?

00:22:21: Das Bedürfnis, einen anderen zu ... so behandeln.

00:22:28: Ja.

00:22:30: Es ist so.

00:22:31: ich finde Projektion.

00:22:34: Wenn man selber schlecht behandelt wird dann guck mal wo kann ich dann ja mein Ärger eine Wut rauslasten und dass ein Stückweise so normales Verhalten isst?

00:22:50: geben Sie das mal weiter.

00:22:53: Und da müssen wir mal gucken, dass es ja

00:22:56: bei

00:22:57: allen Parteien dann thematisiert wird und nicht nur bei den Kindern,

00:23:01: genau

00:23:02: auch bei den Eltern.

00:23:03: Ich finde das ganz wichtig was du gesagt hast weil ich bin noch nie gemobbt worden.

00:23:09: Ich bin mal geärgert worden vielleicht aber nie gemoppt worden.

00:23:13: also ich Gott sei Dank weiß ich das glaube ich nicht wie sich das anfühlt.

00:23:19: Ich krieg das aber mit, auch auf Social Media ja.

00:23:23: Also vor allen Dingen so Kategorie Cyber Mobbing und ich kenne das auch.

00:23:30: wenn ich geärgert wurde sag' ich mal und hilflos war dass immer an mich ran getreten wurde Du musst dich wehren du musst dich abgrenzen du musst machen.

00:23:42: ich hatte das habe ich glaube ich auch mal erzählt dass ich eine sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz hatte.

00:23:51: Das ist jetzt kein Mobbing, aber es geht so in die Richtung sich unwohl fühlen und ja ... sich unwohl fühle überhaupt zur Arbeit zu gehen.

00:24:00: Und es war immer so dieses ... Dass ich was ändern müsste.

00:24:05: Ich bin eigentlich die Betroffene.

00:24:06: Und ich hab mich immer dagegen gewährt... das anzunehmen.

00:24:11: Weil es ist nicht meine Aufgabe, dass zu lösen das Problem, weil ich bin ja gar nicht die Verusacherin des Problems und das finde ich nicht richtig.

00:24:19: Ich finde Außenstehende, die von außen auf die Szene blicken können das ändern oder die oder der Täter können das ändern aber nicht die Betroffene.

00:24:28: Und weil du gesagt hast irgendwie was macht eins zum Mobbing?

00:24:32: Ich kann es bei Kindern natürlich überhaupt nicht sagen Ach genau, man muss sich mal mehr mit diesen Täter-Profilen beschäftigen und es geht da wo immer um Macht und Kontrolle.

00:24:45: Das heißt wenn sich jemand klein fühlt, minderwertig fühlt selbst unsicher fühlt dann neigt er dazu zum Täter zu werden um das zu korrigieren.

00:24:54: irgendwie wenn du jemand anderen unterdrückst Und das kennen wir ja auch aus diesem Sexismus und so weiter.

00:25:00: Dann fühlst du dich vielleicht in dem Moment besser, sei noch aufgeschrieben Gruppendynamik und Gruppenzugewürdigkeit ist so ein Ding.

00:25:08: Bevor ich selber zum Opfer werde mache ich lieber mit Neid-und Eifersucht und mangelnde Empathie.

00:25:16: Wir bewegen uns da an einer Gesellschaft.

00:25:18: also gerade wenn Du selbst auch sagst es sind so junge Jahre an, fängt glaube nicht auf einem guten Weg was Empathielosigkeit angeht usw.. Das ist nicht gut.

00:25:28: Nee, genau und das ist es.

00:25:30: Jeder ärgert sich irgendwann mal gegenseitig ... Ja?

00:25:34: Und ja, das hört irgendwann auf.

00:25:37: Das ist so Kleinskram, sag ich mal.

00:25:42: Es ist wenn es immer ein Thema ist und die selben Leute machen.

00:25:49: Wir arbeiten in der Pädagogik mit dem.

00:25:54: jedes Kind hat einen guten Grund warum es sich so verhält.

00:25:58: Um zu gucken, warum tun die Kinder das beim anderen Kind an?

00:26:06: Und da ist unsere Aufgabe nicht zu sagen du musst dich wehren oder du musst dir anpassen weil erfahrungsgemäß ist das immer so man passt dich an, man ändert sich aber es hört nicht auf und dann sucht man immer wieder Wege bei sich was zu ändern, aber da ist es nie getan.

00:26:31: Da ist es nicht gelöst.

00:26:34: und besonders als Kinder man ist so machtlos, so ausgeliefert wenn man die Hilfe nicht hat.

00:26:46: Man braucht Außenseitende zu sagen okay ich kann das nicht lösen, ich kann dass nicht ändern Ich bin der Opfer in diesem Fall Ich brauche Hilfe.

00:27:00: Und das ist so, ich finde ... Schulen insbesondere sind komplett überfordert mit dem Thema.

00:27:08: Es wird weitergegeben an Eltern und dann passiert ja nichts.

00:27:13: Es ändert nix, es wird dann ein bisschen versteckt gemacht.

00:27:18: Eltern

00:27:18: sind auch oft in Dieselerschleife, dass sie sich sofort angegriffen fühlen, wenn du eine Kritik aus hast oder so.

00:27:25: Bei Schulkindern denke ich das.

00:27:26: Genau, und das is ... Ja, zu gucken.

00:27:31: Wieso machen Menschen das mit anderen Menschen?

00:27:34: Ja, exakt!

00:27:37: Und Kinder lernen ja im Prinzip von Erwachsenen.

00:27:39: Also was geht da ab?

00:27:41: Genau und das ist ... Das ist so wie heißt es... So die innere Stimme.

00:27:53: Das habe ich so gelernt.

00:27:57: Meine Mobbingerfahrung kam Ehe aus der Familie und aus dem Familienkreis.

00:28:04: Ich wurde wirklich sehr lange, sehr hartnäckig über mein Gewicht so gemobbt Und ich hatte einen Spitzname und viele haben mich so genannt als Beleidigung.

00:28:25: Der kam von einem Familienfreund ein erwachsene Person.

00:28:32: Und der hat mich Fateline Nathalie genannt, also ich acht Jahre alt war und ich denke wer macht sowas?

00:28:42: Unüberlegt so das in die Welt zu schmeißen?

00:28:46: und dann ja viel Spaß damit.

00:28:49: und ich Ja und es war immer so wie sagen wir das so Widerspruch, als ich irgendwas gesagt habe.

00:29:03: Ja aber du bist fett!

00:29:05: Du bist immer Kommentare über mein Körper und ja... Und dann war es so ein tolles Kreis weil ich gesagt habe, ja dann bin ich halt

00:29:18: so?

00:29:20: Dann hab' ich mich durch Essen so bestraft.

00:29:24: Dann habe ich alles gegessen obwohl ich nicht wollte und mich dabei nicht gut gefühlt habe, das war so.

00:29:32: ja du bist dick dann musst du halt dick sein.

00:29:35: Und es war immer ein Teufelskreis.

00:29:37: und irgendwann als ich zu Uni ausgezogen bin und alleine war das erste Mal in meinem Leben hab' ich gemerkt wie toxisch das war in diese Konstellation zu sein und von meiner eigenen Familie, Freundeskreis.

00:29:59: Dass er nicht ein Self-Space

00:30:00: sein wollte?

00:30:00: Genau!

00:30:01: Und wie schwer das war damit umzugehen und was das für mich mit mir so gemacht hat.

00:30:13: Diese Einstellung zu meinem Körper...

00:30:17: Das ruiniert sich fürs ganze Leben.

00:30:18: Ja, genau und es war ein großes Thema in der Therapie.

00:30:23: so von ja Familie haben das gemacht dass er ist ein thema für sich.

00:30:31: und dann was mit das mit mir ausgemacht hat und das wünsche ich mir niemanden so das gefühl ich bin machtlos ich kann da nichts ändern ich habe niemanden der mir helfen kann, weil die, die mir helfen sollten haben das so vorsagt.

00:30:51: Und ja... Das ist immer noch ein Thema für sich aber ich kann viel besser damit umgehen und auch viel besser mit meinem Körper umgehen.

00:31:04: also ich bin glücklich mit mir.

00:31:11: Genau!

00:31:13: Ja, das ist eigentlich Gesellschaftliches Problem, also das ist... Warum tun wir anderen Menschen so was an?

00:31:22: Also es ist wirklich niemand für dich.

00:31:26: Aber was glaubst

00:31:26: du bei deinem, war das ein familiär Angehöriger?

00:31:29: Was glaubst Du?

00:31:29: was bei dem?

00:31:32: kannst du das analysieren oder verstehen warum der das gemacht hat?

00:31:35: Also war das leicht hin sich keine Gedanken machen oberflächlich sein oder war steckte da schon etwas Böseres dahinter?

00:31:43: Es ist ja eine Dynamik dann auch, wenn der Rest der Familie da mitmacht.

00:31:48: War jemand auf deiner Seite?

00:31:51: Hat mal jemand was dagegen gesagt oder so nicht?

00:31:53: Nee,

00:31:54: niemals.

00:31:56: Ich weiß, meine Mutter hat ... ich war kurbulenter als Kind.

00:32:00: Ich war immer ein Kopf größer als andere und ein Stückchen größter im Körper auch.

00:32:09: Aber ich war nie dick, also ich hab Fotos gesehen von damals.

00:32:15: nur danach, weil ich mir dasselbe angetan habe.

00:32:17: Weil ich gesagt habe so selbst erfüllende Prophezeiung bis wie du sein solltest.

00:32:28: Ja aber da war nur.

00:32:29: meine Mutter hat immer wieder gesagt ja du musst auf deine Ernährung achten und du solltest nicht so viel Süßkram essen und nie andersrum.

00:32:40: die sollen damit aufhören nicht der richtige Weg.

00:32:46: Ja, und das war ja ein Erwachsener hat das mal so ausgelöst und andere haben damit mitgemacht also meine Geschwister insbesondere und es war immer so die Rückmeldung wenn irgendwas schief gelaufen ist oder wenn sie mich ärgern wollten.

00:33:16: Ich finde jetzt, als Erwachsene ... Wenn das das Schlimmste war, dann hab ich eigentlich alles richtig gemacht.

00:33:24: Also... Ja?

00:33:26: Ja!

00:33:26: Ich war eine gute Person anscheinend und nur mein Körper konnte mal kommentiert werden.

00:33:34: Ähm ... ja.

00:33:38: Ich denke, Leute die das machen sind selber selbst unsicher.

00:33:44: Ja total, ja.

00:33:45: Und von einem Erwachsenen auf das Kind.

00:33:49: Ich finde es so schlimm, dass ... So in diese Dynamik, dass es so passiert ist, weil es überhaupt nicht auf Augenhöhe war.

00:34:01: Da hätte man was sagen können.

00:34:03: Wenn ein Kinder sagt... Aber wenn ein Erwachsene das sagt, da ist man wirklich ausgeliefert.

00:34:09: und ja.

00:34:12: Das hat sehr lange gebraucht bis ich damit klar kam, niemals meine Schuld war, dass ich für meinen Körper nicht verurteilen werden darf.

00:34:25: Also das ist ein Körper der funktioniert und der ist wie er isst und ... Der tut mir was Gutes!

00:34:34: Naja, Körper bewerten, das ist ja auch so etwas Typisches, was man Frauen antut ne?

00:34:39: Gehen wir davon aus, dass der Familienangehörige jetzt auch nicht Topmodel war

00:34:42: Nee.

00:34:43: So, in Damas ja?

00:34:45: Und ich finde das sind zwei Fehler.

00:34:48: Erstens dass man diese Person nicht zurecht gewesen hat und das andere aber auch, dass ich immer denke Eltern haben ja eigentlich nur die eine Aufgabe dir zu sagen, dass du genau richtig so bist wie du bist.

00:35:00: also das finde ich muss mal von Anfang bis Ende machen weil niemand ist ja jemals wieder an deinem Leben so überzeugt von dir Menschen, die dich zur Welt gebracht haben und dich gemacht haben.

00:35:11: Und das ist deren Job zu sagen dass du gut bist.

00:35:17: Ich hatte mal eine Situation wie gesagt ich würde es nicht als Mobbing bezeichnen sondern als ärgern

00:35:22: wo mich

00:35:24: als Kin ein anderes Mädchen mit ihrer Klicke immer geärgert hat, angehalten hat.

00:35:35: Ich hab auch mal eine Urfallge bekommen von der und so ... Und ich hatte Angst zu bestimmten Zeiten einen bestimmten Weg zu gehen.

00:35:43: Mhm.

00:35:44: Was habe ich gemacht mit meiner Angst?

00:35:46: Ich hab mich anvertraut erwachsenen Erziehungsberechtigten.

00:35:50: Ja.

00:35:51: So!

00:35:51: Und ich habe nur das Feedback bekommen.

00:35:55: Das müsst ihr unter euch regeln, dass es uns zaubern.

00:35:59: Und ähm... Die Situation ist vergangen und hat sich von alleine irgendwie geregelt.

00:36:05: Und so, das war jetzt auch nichts was über Wochen oder Monate ging aber hängen geblieben ist bei mir.

00:36:11: natürlich du kannst dich auf niemand verlassen dir hilft

00:36:13: keiner

00:36:15: nicht mal die die eigentlich deine dich beschützen sollten und für dich da sein sollten

00:36:20: Deine Sorgen an zu vertrauen und dann zu hören dass es all waren.

00:36:25: genau das Ähm, nichts macht mich wütender als wenn ich mitkriege dass erwachsene Kinder nicht ernst nehmen.

00:36:33: Ja, ja.

00:36:34: Sie erzählen dir was?

00:36:35: Egal was und scheinen noch so belanglos aber sie erzählen mir was.

00:36:39: für dieses Kind ist das in dem Moment wichtig.

00:36:41: So!

00:36:42: Und nimm das Ernst und hör dazu und ich kann das nicht... Also das ist wirklich etwas was so hängen geblieben ist.

00:36:48: lass das bleiben die nicht ernst zu nehmen und das ist so.. Ich bin Gen X Und das ist so bei uns gewesen, Kinder laufen halt so nebenbei.

00:36:55: Ja.

00:36:56: Die sollen bitte am Tisch ruhig sein und nicht unangenehm auffallen usw.

00:37:01: und ihr Ding machen.

00:37:04: Ich

00:37:05: freu mich immer sehr wenn ich Eltern sehe die ihren Kindern zuhören und ihre Kinder ernst nehmen weil das ist das Wichtigste was man machen kann.

00:37:11: Und ich glaube ... Wenn das so gang und gäbe wäre würde auch kein Mobbing entstehen.

00:37:16: Mhm ja genau.

00:37:19: Weil jeder sich selbst sicher ist?

00:37:22: Genau.

00:37:24: Ich

00:37:24: kenne das aus dem Internet, ich weiß gar nicht ob es jetzt so passt... Das so... Jetzt fällt mir kein Name an.

00:37:34: Es ist egal!

00:37:34: Es gibt so prominente Frauen die machen ihre Inhalte.

00:37:38: bei Instagram sind mein Alter um die fünfzig oder so und sie haben permanent ganz eklige Kommentare von Frauen, die auch in meinem Alter sind.

00:37:50: Also die schreiben immer, du arbeitest da gar nicht richtig und woher bist du hässlich?

00:37:53: Und du bist ja auch nur Botox.

00:37:55: Das sind wirklich beleidigende ekelhafte Kommentare.

00:37:58: Was halt auffällt ist immer wieder die gleichen Personen, die das machen.

00:38:03: Und da bin ich auch wieder so an die Frage... findet das nicht statt, dass man sich da mal selbst hinterfragt.

00:38:12: Also natürlich ist es ein Ventil und die haben irgendwie wahrscheinlich ein unglückliches Leben oder eine Selbstunzufriedenheit mit dem was sie haben wie Sie selbst aussehen vielleicht?

00:38:24: Dass sie älter werden, dass sie vielleicht nicht reich sind, dass ihnen nicht berühmt sind.

00:38:29: Irgendwas... Ein Mangel ist da!

00:38:32: Und als Ventil dafür ist nicht die Reflexion, sondern zu sagen wie kann ich denn mein Leben ... mein eigenes Leben besser machen?

00:38:40: Sondern das Ventil dafür ist andere Leute zu beleidigen.

00:38:43: Und wenn ich das traurigste, was ich mir vorstellen kann... Ich bin dann immer so, also so wie du, dass ich denke wir müssen aufhören so hässlich zueinander zu sein, hört doch auch so häesslich zu sein!

00:38:55: Denn das macht dich da auch nicht schöner, das macht doch dein Leben auch nicht schöner.

00:38:58: Du gehst doch nicht, du schreibst doch nich ... Du bist ja ne ... eine faule Kuh Und gehst dann raus und sagst, jetzt geht's mir gut.

00:39:07: Oder ist das so?

00:39:08: Das schießt

00:39:08: doch keine Befehlung draus oder?

00:39:10: Nee, das ist es nicht!

00:39:12: Ich denke man ist einfach glücklicher wenn man was Schönes sagt.

00:39:18: Wenn man einen Kommentar abgibt oder eine schöne Rückmeldung äh das machst du richtig toll.

00:39:28: Dann fühlst du dich selber besser weil du jemanden dadurch vielleicht glücklich gemacht hat.

00:39:35: Und ich finde, als Gesellschaft, wenn wir mehr Lob aussprechen oder wirklich schöne Rückmeldungen geben auch banale Sachen vielleicht was man denkt okay das ist vielleicht nicht wichtig aber wenn man es anspricht dann tut einem anderen eine Freude damit und dann fühlt man sich selber besser immer so negativ ist und negativ durch die Welt geht.

00:40:07: Man is A nicht mehr zufrieden, und B man bringt andere Leute damit runter.

00:40:15: und warum wollen wir das machen?

00:40:20: Ich finde es so unnötig.

00:40:21: Man kriegt so viel zurück fürs Netz sein, ne?

00:40:24: Also ich merke das so viele in meinem Umfeld dass die Leute sich wirklich freuen über Aufmerksamkeit.

00:40:32: also ich hatte eine Freundin mit der habe ich nur ganz sporadisch immer mal Kontakt

00:40:35: Ja.

00:40:36: Weil wir viel so um die Ohren haben und ich wusste aber, dass sie dann nur dann ins Krankenhaus geht weil sie einen Eingriff machen lassen muss.

00:40:42: Und dann habe ich ja im Arm vorher geschrieben, ich wünschte alles Gute, ich denke an dich.

00:40:45: Habe ich auch!

00:40:46: Ich hab hoffentlich nicht gelogen, ich habe wirklich ganz hingedacht... ...und dann hat sie irgendwann zurückgeschrieben.

00:40:49: das ist so nett von dir, dass du mich denkst, das finde ich wirklich toll.

00:40:54: Dann haben uns beide gefreut.

00:40:55: Das ist einfach ein guter Moment.

00:40:57: Warum denn nicht?

00:40:58: Also warum muss man?

00:40:59: Ich würde sagen, diese prominenten Frauen im Internet interessieren mich eigentlich überhaupt nicht.

00:41:04: Aber ich fühle mich unterhalten von schönen Bildern die ich sehe.

00:41:08: Einer auf Mallorca und hat eine eigene Finca, die andere ist gerade auf dem Malediven oder so... Und das sind doch einfach schöne Bilder!

00:41:14: Das ist nicht mein Leben aber ich muss das auch nicht alles haben, aber es ist jetzt auch nicht so dass ich denke, da ich muss sie jetzt beleidigen weil die das hat und ich nicht.

00:41:23: Was ist denn das für ein Denkansatz?

00:41:25: Ich verstehe das also ich kann es null nachvollziehen.

00:41:27: Nee,

00:41:28: ich auch nicht.

00:41:29: Nee, das ist so ... So die Einstellung.

00:41:33: Wenn es dir nicht gefällt, dann schaust du dir nicht an oder scroll weiter?

00:41:38: Also... Du musst das nicht gucken!

00:41:41: Niemand zwingt dich dazu.

00:41:43: Ne.

00:41:43: Na ja eben, das ... Das ist überhaupt das Faszinierendste, wenn ich irgendjemanden nicht mag, warum gucke ich das denn?

00:41:49: Ja, genau weil man selber unzufrieden mit seinem Leben ist.

00:41:52: Da

00:41:52: war mal ein Ventilbrauch denke ich.

00:41:53: Man

00:41:54: wünscht sich was anderes aber ist nicht bereit dass du ändern.

00:41:59: Und

00:41:59: es geht immer aufs Aussehen, also gerade bei Frauen geht das immer ums Aussehen.

00:42:03: Es ist immer dieses Du bist hässlich, Du hast Botox, Du hasst dies, Du Hasst das und es kommt wirklich auch viel von Frauen.

00:42:10: Das ist unangenehm.

00:42:12: Ja, das

00:42:12: ist eine Selbstunzufriedenheit weil ich denke... Ich guck nicht auf andere Frauen.. Also ich bin mit mir selbst um meinem Aussehen zufrieden Und ich guck nicht auf andere und denke ... Oh, du bist hässlich.

00:42:31: Du bist so dick!

00:42:33: Ich sehe schöne Sachen.

00:42:34: Also das ist meine Einstellung.

00:42:40: Mir rutscht es auch so raus, so auszusehen.

00:42:43: Ich bin neulich zu einer Kollegin.

00:42:45: Du hast ja heute einen Glow?

00:42:47: Irgendwas ist für dich.

00:42:49: Und sie ... Ach

00:42:49: echt?!

00:42:50: Und dann dachte ich, jetzt hab' ich's laut gesagt.

00:42:52: Aber im Grunde war hier was Nettes.

00:42:54: Ich mir ist aufgefallen, dass ich irgendwie ... Echt toll aussah an dem Tag.

00:43:01: Dann kann man das auch mal sagen?

00:43:02: Ja, was hast du heute vor?

00:43:04: Du siehst richtig schick aus!

00:43:06: Und so ... ja... dann freuen Sie sich.

00:43:10: Also das ist nichts Großes.

00:43:14: aber Menschen freuen sich über nette Kommentare und dann fühlt man sich einfach dadurch besser weil man eine Freude gemacht hat.

00:43:24: Das ist so einfach zu tun Ja.

00:43:28: Ich denke aber bei solchen Kommentaren müssen wir momentan unterscheiden, wie kann man dir denn helfen?

00:43:33: Was können wir dann Gutes tun ... Was

00:43:34: ist so schief in deinem Leben da

00:43:35: sein?

00:43:35: Ja was können wir alle Gutes tun, damit es dir besser geht.

00:43:39: Damit du das nicht mehr machen musst!

00:43:42: Aber ich weiß, das schließt dann auch wieder dem Kreis zu dem, was du am Anfang erzählt hast.

00:43:46: Wenn das die Mütter und Großmütter von Kindern sind, lernen das ja quasi dass das normal ist, dass man andere schlecht behandelt.

00:43:57: Besonders, wenn es um den Körper geht.

00:43:59: Das ist mir so wichtig von meiner Tochter ... nie negative Kommentare über meinen Körper zu sagen.

00:44:07: Du

00:44:08: über dein?

00:44:08: Ja!

00:44:09: Über anderen sowieso nicht, aber nie über mein eigenen Körper.

00:44:13: Also ich weiß, mein Vater hat irgendwann gesagt so, guck mal, mein dicker Bauch.

00:44:19: und ich sag nee, du hast einen runden Bauch.

00:44:22: Also beschreib das positiv.

00:44:23: Nicht mit negativen Sachen wie ... Ich bin fett.

00:44:27: Nee, du bist rund!

00:44:29: Du bist kurvig!

00:44:30: Das ist dein Körper.

00:44:31: und ich finde für kleine Kinder die sollten nie negative Sachen hören über Körper weil der Körper funktioniert halt und er soll funktionieren Und kein Kind soll mit der Einstellung aufwachsen Mein Körper muss so sein wie die Gesellschaft das haben will Dünn.

00:44:59: Oder ja, was weiß ich?

00:45:01: Also ... das Nee.

00:45:04: oder ich hab dicke Beine.

00:45:06: Nein!

00:45:07: Ich habe starke Beinen.

00:45:08: Ich hab große Füße.

00:45:09: Nee, meine Füste sind stabil.

00:45:13: Oder immer so eine positive Art darüber zu sprechen weil das ist das, was in dem Kopf von dem Kind bleibt und wenn man nur negative Sachen sagt dann Hören die Kinder das auch?

00:45:29: Also, da gibt's ... Ja, ich hatte das mal vor Jahren gelesen.

00:45:34: Ich hab die Statistiken nicht mehr im Kopf, dass ein, ich glaub ab sechs Jahren fängt ein Mädchen an, ihren Körper zu beurteilen... Ach krass!

00:45:50: Es fängt sehr, sehr früh an durch die Kommentare, die man ständig hört und Ich finde, das ist einfach nicht notwendig.

00:46:00: Ist

00:46:00: schon schlimm, wenn ihre Kinder mal Prinzessin nennen?

00:46:04: Ey, ich find das furchtbar!

00:46:05: Also da geht's ja schon los, ne?

00:46:09: Wenn ich das höre, wenn schon dann ein Königin ... Nein!

00:46:12: Also wir sind keine Prinzessinnen, wir sind schon starke Frauen, also

00:46:18: wenn schon...

00:46:19: Genau, also... Ja, einfach so positiv sein und positiv über den Körper und nicht Ja, nie so im Sinne dass der Körper ungesund sein soll.

00:46:36: Wir sind stark!

00:46:37: Der Körper bleibt stark und der Körper bleibt gesund.

00:46:41: wir ernähren uns für das Leben.

00:46:44: Wir wollen einen funktionierenden Körper haben.

00:46:51: Das kann man so beschreiben, dass es immer positiv bleibt.

00:46:57: Ich hab meinen Mann vor zehn Jahren gefragt, bis du zufrieden mit deinem Aussehen.

00:47:02: Und er hat mir gesagt, das ist mir geil!

00:47:05: Und das, was man maximal oder mindestens erreichen sollte.

00:47:10: Das ist einem egal.

00:47:11: Am Ende ist der Körper dieser Psyche diese Seele durch die Gegend trägt und funktioniert, dass man so etwas wie Wohlbefinden hat.

00:47:20: Dass das in Kategorien eingeteilt wird, wie sexy oder schön oder sonst irgendwas ... Also ich hab gerade ein Buch gelesen, da habe ich mich so drüber geärgert.

00:47:29: Da waren alle Frauenfiguren irgendwie kategorisiert.

00:47:34: Begriff schaffen wir jetzt nicht mehr.

00:47:35: Farbelwesen, so wunderschön und quasi schon so ästhetisch schön und weich und lieb... Und die andere Kategorie waren halt die hysterischen keifenden alten Weiber, die alle geärgert und drangsaliert haben.

00:47:49: und dann dachte ich, was für eine schlichte Welt!

00:47:52: Wir müssen aufhören mit diesem Kategorisieren, können wir einfach existieren erstmal?

00:47:56: Wollen wir mal anfangen mit existieren.

00:47:58: und wenn jeder hier in Ruhe existiert, ist doch alles gut.

00:48:02: Wir sind einfach alle unterschiedlich und wir sollten alle unterschiedlichen sein dürfen.

00:48:06: Und

00:48:06: die Körper von Frauen sind keine Objekte, die müssen nicht aussehen.

00:48:11: Egal was man jetzt als gut

00:48:13: aussehn und nehmen.

00:48:14: Wenn sie funktionieren

00:48:15: dann sollten wir uns

00:48:16: froh sein!

00:48:16: Ist auch gut wenn Brüste funktionieren weil sie Kinder ernähren sind.

00:48:19: Die doch toll.

00:48:20: Ja und das ist eigentlich alles.

00:48:25: So schließt sich der Kreis.

00:48:28: Wir werden hier langsam zu einem zwei Begriffe-Podcast geschaffen.

00:48:32: Aber große Themen, ne?

00:48:33: Ja, total!

00:48:34: Aber wir hatten Redebedarf offensichtlich.

00:48:37: Wollen wir noch was Schönes?

00:48:39: Hast du etwas Schönes, Natalie?

00:48:40: Also ich denke zum Thema Funktionieren... Ich habe mich gefreut, ich war neulich beim Optiker, hab mal einen Sehtest machen lassen und er sagte, nee also die Augen sind gut.

00:48:52: Die haben sich nicht verschlechtert seit dreieinhalb Jahren.

00:48:57: Ja, ich hab mich gefreut.

00:48:58: Das ist ein Erfolgserlebnis auf jeden Fall.

00:49:01: Genau!

00:49:02: Und bei dir war's schönes?

00:49:05: Ich habe es vorhin schon angeteasst, dass ich auf einem runden Geburtstag war und eine Party.

00:49:10: Ich habe seit sehr langer Zeit ... Wir haben das früher mal gemacht, aber es ist auch schon ewig.

00:49:16: Vielleicht kommen wir da wieder hin.

00:49:17: Habe ich mal getanzt auf einer Privatpartie wirklich so Schlager, also aber und so.

00:49:24: Aber ich hatte so viel

00:49:26: Spaß!

00:49:26: Ich

00:49:27: habe getanzt als Gaps kein Morgen und so viele mir tat hinter der Körper am nächsten Tag wie er sich gedacht hat.

00:49:33: Und ich bin Oma, es geht nichts mehr.

00:49:35: Es hat sich gelohnt... Aber ich hätte so viel Spass, das war wirklich toll.

00:49:40: Also es hat sich wirklich gelohmt.

00:49:41: Ja, tanzen liebe ich.

00:49:43: Das macht zu selten.

00:49:45: Dann

00:49:45: in der Küche?

00:49:48: Wir machen das bald mal.

00:49:51: Alles klar, dann hören

00:49:52: wir uns in zwei Wochen.

00:49:54: Das machen wir ein bisschen hin.

00:49:55: Genießt den Herbst!

00:49:57: Tschüss!

00:50:06: Ach schade schon vorbei.

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