AAA XX Folge 60 - Nachbar I Unfall I Vorrat

Shownotes

Vorrat

Natalie bestellt gerne online auf Vorrat große Mengen an haltbaren Lebensmitteln. Wie sinnig ist es, Vorräte zu haben? Eine Freundin erzählte ihr von der Liste des Katastrophenschutzes, was man an Lebensmittel für den Notfall vorhalten sollte. Silke erzählt, dass sie sich schon ein bisschen Gedanken gemacht hat und Dosen mit Lebensmittel und Wasser lagert. Sie reden über den Stromausfall in Berlin im Winter und, dass es schon ein Vorteil ist, vorbereitet zu sein ohne in Panik zu verfallen. Auch die Pandemie und die Hamsterkäufe von Klopapier sind Thema.

https://www.zdfheute.de/panorama/berlin-stromausfall-reparatur-langwierig-100.html

Nachbar

Silke ist mal 1 km Umweg gegangen, weil sie keine Lust auf Smalltalk mit den Nachbarn hatte. Grüßen ist okay, aber ansonsten möchte sie nicht so gerne reden. Natlie geht es ähnlich. Sie findet die Vorstellung furchtbar, mit Nachbarn Partys zu feiern. Sie möchte nicht mit denen befreundet sein. Silke erzählt von sehr übergriffigen Erfahrungen mit Nachbarinnen. Natalie findet, es braucht Grenzen, wenn man so eng beieinander wohnt. Vor allem, wenn es mal zu Konflikten kommt. Und die wichtige Frage: Mit den Vermieterinnen unter einem Dach wohnen oder Red Flag? Außerdem wird ausgiebig erörtert, ob Kinderlärm stört. Wie sind deine Erfahrungen mit Nachbarn?

Unfall

Natalie erzählt, wie sie vor Kurzem als Radfahrerin Unfallopfer wurde und der Autofahrer einfach Fahrerflucht begangen hat. Ihr erster Gedanke war, sie hat sich morgens nicht richtig von ihrem Kind verabschiedet. Niemand hat ihr geholfen, obwohl genug Menschen dort waren. Sie erklärt, dass Autos keinen Abstand halten und keinerlei Rücksicht nehmen. Silke erzählt auch aus Erfahrung, wie autozentriert unsere Infrastruktur ist. Natalie appelliert, dass mehr in gut ausgebaute Radwege investiert werden müsste, für die Sicherheit und damit mehr Leute Rad fahren. Silke erzählt von einem Unfall mit Todesfolge ganz nah bei sich und warum sie es so wichtig findet, sich vor jedem Weg irgendwohin ausreichend zu verabschieden.

Mail: aaaxx@posteo.de Bluesky: @aaaxx.bsky.social Instagram: @aaaxx2women1table Threads: aaaxx2women1table Impressum: Lokalrundfunk Lübeck e.V. c/o aaaxx Postfach 1150 23501 Lübeck

Transkript anzeigen

00:00:12: Triple A Double X, Two Women One Table.

00:00:17: Der Podcast

00:00:18: mit Natalie und Silke!

00:00:25: So seid ihr so weit?

00:00:28: Liebe Zuhörerinnen und herzlich willkommen zu Triple A double x mit mir Natalie und

00:00:35: Sika.

00:00:36: Hallo

00:00:39: Ja wir sind heute ja ein bisschen wie in der letzten Folge Energie los Aber wir versuchen, unseren Munde zu halten und ... Yep.

00:00:51: Ja!

00:00:52: Euch mal durch diesen Podcast unterhalten zu können.

00:00:57: Wir zippen unseren Tee und kommen irgendwie durch den Tag.

00:01:02: Genau.

00:01:02: Und heute ist ja ein Samstag das heißt dass wir morgen noch ausschlafen können oder?

00:01:09: Hast du morgen was vor?

00:01:10: Nein Ich habe alles weggeblockt und weggebissen.

00:01:14: Sehr gut!

00:01:17: Dann haben wir es auch bald geschafft.

00:01:22: Nichtsdestotrotz wollen wir euch natürlich hervorragend unterhalten?

00:01:25: Das machen wir immer, und das ist nicht anders als bei Folge Sechzig.

00:01:35: Wo sind die Feuerwerke bitte?

00:01:38: Konfetti-Kanone.

00:01:38: Ja,

00:01:38: Konfettie und Champagne bitte!

00:01:41: Genau.

00:01:42: also Folge sechzig.

00:01:44: Also wir haben ja was geschafft.

00:01:46: ne?

00:01:48: Sechszig folgen brillante Unterhaltung von zwei Frauen.

00:01:51: Echt

00:01:52: cool.

00:01:54: Ja und wer hoffen dass ihr die anderen Folgen auch mit gehört habt?

00:01:58: wenn nicht dann gerne zurückspülen die alle durchhören und uns weiter empfehlen.

00:02:05: Wir freuen uns darauf, wenn wir neue Zuhörerinnen haben!

00:02:09: Und wenn wir ein bisschen Feedback von euch bekommen... Stimmt,

00:02:11: das haben wir in der letzten Folge gar nicht gesagt.

00:02:13: Ihr könnt auch mit uns reden?

00:02:16: Ja, wir freuen uns drauf.

00:02:19: Genau.

00:02:19: Wenn ihr Vorschläge für Begriffe habt oder wenn ihr Meinungen zu irgendwelchen Themen habt, könnt ihr uns jederzeit schreiben.

00:02:29: Und wir haben auch eine E-Mail-Adresse, alles packen wir in die Shownote.

00:02:35: Genau und da könnt ihr uns mal erreichen.

00:02:38: Gibt

00:02:39: uns fünf Sterne bei Spotify.

00:02:41: Gerne!

00:02:44: Wir bringen jeweils zwei Begriffe mit.

00:02:46: also das Konzept hat sich nicht geändert in den ganzen Folgen.

00:02:50: Genau welcher hast du heute mitgebracht Zeke?

00:02:53: Ich habe heute die begriffe Pflege und Nachbar.

00:02:57: Und ich habe Unfall und Vorrat mitgebracht.

00:03:01: Mit welchem starten wir?

00:03:05: Schwierig.

00:03:08: Vorrat!

00:03:11: Ja, also ich bin auf den Begriff gekommen... Ich mach gerne Online-Bestellungen bei DM und ich bestelle mir so Lebensmittelvorräte Bei DM, die haben ganz viele ... Ich mach mal ein bisschen Werbung für dich.

00:03:33: Also ihr dürft uns auch gerne sponsorn?

00:03:36: Genau!

00:03:36: Wenn ihr das jetzt hört...

00:03:37: Es gibt auch andere

00:03:41: Drogerien,

00:03:42: die auch hervorragende Lebensmittel haben.

00:03:46: aber ich bin Fan von DM.

00:03:47: also die haben ganze bioartikel finde Qualitativ, sehr preiswertig und ich kaufe gerne bei DM.

00:03:58: Und ich mache meine Bestellungen online weil ich kein Auto habe.

00:04:03: Ich hab ein Kind und dann große Einkäufer.

00:04:07: Was greifst du denn da für Lebensmittel?

00:04:09: Ich bin... Also, für mich gibt's da Duschgel und fertig.

00:04:13: Der haben alles!

00:04:14: Von Frühstückssachen zu Nudeln, Tomatensaußen, asiatische Gerichte, Fertiggerichte, also was von bisschen Süßigkeiten, Getränke wirklich...

00:04:30: Du bestellst auch da keine Getränken?

00:04:33: Manchmal bestelle ich so... So, wie heißt das?

00:04:37: Harve-Makes und so was.

00:04:39: Genau!

00:04:41: Aber es ist doch schwer...

00:04:42: Es ist schwer, deswegen stelle ich das online.

00:04:44: Damit ich das nicht tragen muss.

00:04:47: Und da gibt's keine

00:04:48: Gewichtslimit oder sowas.

00:04:52: Das Problem war also

00:04:56: ich

00:04:57: kaufe gerne dabei Die letzten paar Male, also ich kaufe viele Vorräte und dann mache eine ganz große Bestellung zu alle drei bis sechs Monate.

00:05:09: Damit ich ja alles da habe... Aber

00:05:11: dann bestellt so wirklich viel?

00:05:13: Ich bestelle wirklich viel!

00:05:14: Ja genau.

00:05:16: Das ist ja krass das kann ich mir gar nicht vorstellen vom Gewicht her dass die das machen.

00:05:20: Ja das machen sie aber es kommen so ganz viele Pakete an.

00:05:24: Genau es ist nicht in einem Karton, es ist wirklich getrennt Und die letzten paar Male gab es Schwierigkeiten.

00:05:33: Die haben da nicht so viel ... So, wie sagen wir das?

00:05:38: So Päusterung benutzt und... Genau!

00:05:42: Da war vier Tomatensauce schön verteilt.

00:05:49: Das sind auch die Nachteile davon.

00:05:52: Es waren die letzten zwei Male.

00:05:55: vorher hatte ich das nie aber Beide Male Tomatensauce schön verteilt im ganzen Paket.

00:06:02: Aber dann bestellst du nicht so Tetra-Packtomatensoße, sondern Glas?

00:06:05: Das ist so im Glas!

00:06:06: Ja genau und das macht es noch schwerer.

00:06:11: Genau.

00:06:12: Und ich habe mich mal da beschwert... ...und ja und das war alles abgewickelt, das ist so völlig in Ordnung.

00:06:21: aber das ist die Frage, ich bestelle diese Vorräte weil so bequem ist für mich, das online zu bestellen.

00:06:30: Ich brauche nicht zum Laden zu gehen es wird zur Tür geliefert ich brauch nichts Schweres zu heben und dann habe ich alles da.

00:06:38: Und ja wie sinnig ist es dann Vorräte zu haben?

00:06:44: Dann hab' ich mal mit einer Freundin gesprochen und sie meinte diese Notfallvorräte die von der Regierung diese Liste, man soll alles da haben.

00:07:00: Und ich denke ja was bringt es mir so eine Packung Nudeln so hervorrag zu haben wenn ich keinen Zugang zu heißem Wasser habe?

00:07:11: Also da muss sich wirklich umrüsten und zu gucken womit kann ich überleben falls es wirklich darauf ankommt?

00:07:21: aber solche Sachen benutze ich dann im Alltag nicht und werden die irgendwann mal schlecht.

00:07:27: Und ich sehe den Sinn wirklich nicht, und ich frage mich ... Wie siehst du das?

00:07:34: Hast du Vorräte zu Hause?

00:07:37: Bist du auf diese Katastrophe-Vorräte so eingestellt?

00:07:42: oder sagst du dir, ich kaufe mir das was ich brauche und dann gut ist?

00:07:49: Die Antwort lautet Jein!

00:07:51: Also

00:07:51: ganz klar...

00:07:53: Ich bin jetzt keine Prepperin im klassischen Sinne, dass ich da total drüber bin.

00:08:00: Aber es ist schon so, dass sich die Weltlage so sehe ... Dass das nicht schaden kann, wenn man ein bisschen vorbereitet ist.

00:08:14: Es ist jetzt nicht so, als ob bei mir im Keller einen Atomschutzbunker hätte oder so, wo ich mich einschabeln kann oder so'n Panikblumen und so.

00:08:21: Ja?

00:08:24: Ich glaube, dass was wirklich passieren kann.

00:08:28: Nicht nur aus Kriegsgründen oder so sondern weil ich einfach ein bisschen misstrauisch bin, was deutsche Infrastruktur angeht.

00:08:38: Was uns allen ja passieren kann, was wir auch schon erlebt haben in anderen Städten ist zum Beispiel einen längeren Stromausfall.

00:08:46: und dann finde ich mit diesen Notfallisten exakt so wie du sagst, was bringt es mir dann wenn ich Nudeln habe?

00:08:54: Wenn ich keinen Strom habe.

00:08:56: Also ist schon so dass wir ein bisschen was im Keller auf Vorrat auch stehen haben explizit so Dosen halt nur sowas was man gut einlagern kann is mit Bohnen, Kidneybohnen Kichererbs und so Sachen.

00:09:11: Die könne man im Notfall ja auch kalt essen.

00:09:14: Die sind proteinreich und machen satt usw.

00:09:18: Wir haben dann auch so was wie Apfelmus oder Obst in Dosen, also dass man irgendwie ein bisschen was hat ... Ich hab aber ... Das klingt jetzt wirklich abgefahrt.

00:09:30: Aber ich hab mir einen kleinen Campingkocher gekauft

00:09:34: mit

00:09:35: komischen Tabletten oder was das sind, wo du Wasser mit heiß machen kannst.

00:09:40: Weil ich ... Also auch als Wärmequelle, dass du dir mal eine Wärmflasche befüllen kannst oder so.

00:09:46: Ich glaube das ist wirklich Wasser und ein kleiner Campingkocher vielleicht schon helfen können.

00:09:51: Dann kann man vielleicht auch mal ne kleine Menge Nudeln, könnte man damit auch wahrmachen oder so habe ich noch nie benutzt steht aber im Keller.

00:09:58: Aber sowas wird nicht steigt?

00:09:59: Ne eben!

00:10:01: Und wir haben das uns während der Pandemie-Zeit angewöhnt auch auf Vorrat zu kaufen.

00:10:13: weil Wir haben auch auf Vorrat eingekauft, aber das haben wir zwischendurch alles aufgegessen.

00:10:19: Und dann ist es nicht das System von Vorrats.

00:10:21: oder du musst halt außen Vorrat nehmen und wenn du einkaufst packst du das wieder mit dem Mindesthaltgeberkeitsdatum so dass man das ein bisschen Unter Kontrollen.

00:10:30: Genau,

00:10:30: die neuen Sachen nach hinten

00:10:31: und die ... Richtig wie im Supermarkt.

00:10:33: Genau.

00:10:34: Das läuft bei uns auch.

00:10:36: Man hat das immer so ein bisschen im Kopf irgendwie, weiß nicht, bei uns laufen die Sachen alle, bis dann mal durchgewandelt haben.

00:10:44: Aber es ist jetzt auch nicht viel.

00:10:46: da kommen wir auch nicht irgendwie drei Monate mit über die Runden.

00:10:49: aber ich glaube in diesem Notfallplan von der Bundesriebe ... Zwei

00:10:52: Wochen oder so?

00:10:53: Ja, zehn Tage oder zwei Wochen.

00:10:55: Also ich sage mal soviel Wasser habe ich im Keller stehen, so ein Stück des Wassertrinkwasser und so.

00:11:04: Ich hab aber auch dieses Denken, ich will das nicht überreizen,

00:11:10: weil

00:11:11: ich keine Panik mir selber machen möchte.

00:11:14: Und es gibt ja wirklich ... Ich hab da schon mal Berichte drüber gesehen über Leute, die dann komplett ausflippen irgendwann damit.

00:11:22: wie so ein Supermarkt unten einrichten und Listen führen.

00:11:27: Und Apps haben, also so richtige Supermarkt-Apps ... Okay!

00:11:30: ... damit sie Lagerhaltung betreiben kann und so.

00:11:37: Ich denke, wenn dann mal eine Atombombe fällt ist es vielleicht nicht günstig die einzige überlebende zu sein.

00:11:45: Dann gehe ich lieber mit allen anderen mit oder?

00:11:47: Genau, genau.

00:11:48: So denk' ich auch.

00:11:49: Also so... Ich weiß nicht, das war War das in Berlin oder so?

00:11:54: Wo jetzt im Winter, wo es ja auch sehr kalt war mal relativ lang in der Woche oder so Stromausfall war.

00:11:59: Muss ich noch mal gucken...

00:12:00: Ja, ja, was?

00:12:02: Ich glaube, dass hat viele da auch sehr unvorbereitet getroffen.

00:12:06: und wenn du dann nicht heizen kannst!

00:12:08: Und du hast aber so minus fünf Grad oder minus zehn Grad.

00:12:11: Das mit kleinen Kindern und so, ne?

00:12:15: Das find ich schon schlimm.

00:12:16: Und das hat gar nichts mit einer Kriegssituation zu tun.

00:12:19: Sondern da ist einfach irgendwas passiert.

00:12:22: Keine Ahnung was.

00:12:22: Ich

00:12:23: glaub, da war ein Angriff auf einen ... Also

00:12:26: ein Hecker-Angriff oder

00:12:27: irgendwie sowas.

00:12:29: Ja, irgendwie es ja.

00:12:30: Oder ich weiß nicht wirklich, wie

00:12:31: kann der ... Ich weiß nicht, wie die heißen.

00:12:33: Travus oder so was.

00:12:34: Irgendwas in der Stromversorgung.

00:12:35: Konntest du nicht wieder reparieren dann?

00:12:38: Ja, genau!

00:12:39: Und das hat sehr lange gedauert.

00:12:41: Das sind diese für alte Menschen und Kinder ist ja ganz schlimm, wenn du da nicht vorbereitet bist?

00:12:48: Man denkt ja auch nicht drüber nach irgendwie.

00:12:50: Nee

00:12:51: genau man nimmt es so als selbstverständlich, dass man immer alles... Auch keine

00:12:57: Klospelung mehr betätigen kann's irgendwann weil das Wasser ja nicht mehr nachläuft.

00:13:00: Die stimmt

00:13:02: ja.

00:13:03: Oh weiß ich nicht!

00:13:08: Wir machen euch Mut, das ist hier der Mut-Podcast.

00:13:12: Also wir hoffen dass es nie so eintritt?

00:13:15: Nee.

00:13:16: Ja aber so... Aber wir

00:13:17: wissen halt auch.

00:13:19: ich hab mal das Buch gelesen Ich weiß nicht ob du das kennst Das ist ein Roman Der ist schon älter Der heißt Blackout von Marc Ellsberg.

00:13:27: Und da geht es um Stromausfall über einen langen Zeitraum, der eben verursacht wird durch ein Hackerangriff, weil alle diese Smart Meter eingebaut kriegen und das wird dann irgendwie gehackt oder so.

00:13:42: Was dann also ... Das Spannende an diesem Plot war natürlich was passiert?

00:13:48: Wie kann man's wieder hinbiegen?

00:13:49: Aber was passiert mit einer gesellschaft, mit einer zivilisierten Gesellschaft.

00:13:55: Wenn plötzlich alles Mangel ist und nichts mehr da ist also auch so in den Krankenhäusern dann und so weiter.

00:14:01: Und diese Vorstellung ist nicht

00:14:03: cool!

00:14:03: Nee wir sind so abhängig davon.

00:14:06: Und wir fühlen uns so in Sicherheit.

00:14:08: das ist

00:14:08: eben auch das Ding.

00:14:08: Ja ja genau.

00:14:10: Also das is... Wir sind alternativlos und wenn das wegfällt... Ich will es mir nicht vorstellen, wie das sein soll.

00:14:21: Also ... Ja, ich ... Es wird nicht schön sein!

00:14:26: Und wir haben das ja in der Pandemie gesehen, dass wir wirklich nicht krisenfest sind, so psychisch auch nicht?

00:14:33: Nein, also ich sag schon mal so

00:14:34: Klopapier.

00:14:34: Ich wollte grad ... Ich wollte aufs Thema Kloprapier hinaus.

00:14:39: Da bin ich ein Rabbit Hole gefallen als ich nachgeguckt habe und überlegt hab, wieso Klop Papier.

00:14:45: Also bei mir war's so... Ja, man muss ja ab und zu mal Klopapier kaufen.

00:14:52: Und dann bin ich wirklich immer mit Scham durch die Läden gelaufen, weil ich dachte, ich kaufe jetzt Kloprapier.

00:14:56: Jetzt denken die ... Ich bin so eine, die so Kloppapier kauft.

00:15:01: Aber man muss nur auch Kloparpier mal kaufen!

00:15:07: Das ist so skurril.

00:15:08: Und ich hab nachgelesen, dass das irgendwas mit psychologisch und Kontroll ... Mechanismen zu tun hat und dass Menschen, die in einer Ausnahmesituation sind plötzlich Hygiene bedenken haben.

00:15:29: Ich hab noch im Kopf ... In der Pandemie war es so, in Frankreich haben die Menschen Rotwein- und Kondome gekauft Und in Deutschland Klopapier und Nudeln.

00:15:42: So eine Aussage über die Nationen Ja, lustig irgendwie.

00:15:48: Das ist so eine ... Kann man nachvollziehen?

00:15:53: Aber das war auch mein erster Impuls, wenn ich jetzt auch Vorrat kaufen muss in der Pandemie, weil ich ja sowieso nicht gerne rausgehe, wenn die Situation komisch ist.

00:16:03: Da war bei mir auch Rotwein auf Vorrat und vor allen Dingen das allerwichtigste Kaffee!

00:16:09: Also ich habe das Kaffee gekauft ohne Ende.

00:16:13: Das ist ja auch relativ unproblematisch, kannst du auch trocken lagern und so ... Aber eine Pandemie ohne Kaffees wäre für mich ein Problem!

00:16:21: Schlimm!

00:16:23: Ich denke so Klopapier ... damit kommt man irgendwie durch?

00:16:28: Wenn man kein Kloprapier hat... Ich hab

00:16:29: gelesen, Australien hatte ... Die haben das auch gehabt mit dem Kloppapier wegkaufen Und da haben Zeitungen aus drei Sonderseiten gedruckt die leer waren die du dann als Klopapier verwenden.

00:16:42: Wie

00:16:42: absurd ist das?

00:16:44: Das ist... Okay, wir sind relativ arm aufgewachsen und uns ist häufig das Kloppapier ausgegangen.

00:16:51: Und wer haben Zeitungspapier

00:16:53: genutzt?

00:16:56: Da gibt es Methoden wie man das so... Weicher

00:16:59: kriegt!

00:17:03: Ja aber in der Not benutzt was man hat.

00:17:07: Ja, aber das ist ... Wir haben auch Eins- und Regals in unserem Vorratskeller mit so wirklich jene Sachen, was man so braucht.

00:17:16: Und da ist auch Klopapier war eine Packung.

00:17:18: habe ich seitdem vielleicht noch mal gucken.

00:17:21: Ich weiß nicht mehr.

00:17:23: Oh Gott!

00:17:24: Klop Papier.

00:17:26: In Hongkong hat es Raubüberfälle, bewaffnete Raubüberfälle wegen Kloppapier gegeben.

00:17:31: Krass!

00:17:33: Das Gold der Pandemie, ne?

00:17:34: Oh

00:17:39: ja.

00:17:39: Aber wir sind alle gut durchgekommen.

00:17:42: also denke ich mal.

00:17:44: Also das war... Nicht alle natürlich aber so ohne Klopapier sag' ich mal abends überlebt.

00:17:53: Ja

00:17:54: und die Leute können vielleicht heute noch von ihrem Kloprapier zähren wenn man so viel gekauft hat.

00:18:00: Einige haben so ...

00:18:02: Also, ich finde da Essen find' ich wichtiger.

00:18:05: Dass wir so ein bisschen Dosenfutter in Keiler stehen haben, das find ich schon ganz gut.

00:18:10: Ich glaube, das hilft mir eher als Club.

00:18:14: Vielleicht kauf ich ein paar haltbare Dosen auf Vorrat?

00:18:21: Genau!

00:18:23: Das war's

00:18:24: zum Thema Vorrat.

00:18:25: Was

00:18:27: gucken wir mal?

00:18:27: Jetzt bist du dran.

00:18:30: Nachbar

00:18:33: Wie

00:18:33: ist die Geschichte?

00:18:34: Wie bist du darauf gekommen.

00:18:36: Oh, es gibt eigentlich gar keine Geschichte richtig dazu!

00:18:39: Mir beschäftigen mich mit Nachbarn weil ich kein großer Fan von Smalltalk bin und mir ist neulich aufgefallen.

00:18:51: Das ist leider kein Spaß dass ich vor einiger Zeit mal wirklich so einen Umweg von einem Kilometer gegangen bin,

00:18:58: um

00:18:58: dem aus dem Weg zu gehen.

00:19:00: Dass eine Nachbarin vorm Haus stand und nicht Smalltalken wollte.

00:19:04: Und ich weiß ... Ich hab das damals als wir noch in der Stadt gewohnt haben im Supermarkt.

00:19:09: Man hat immer irgendjemandem ausm Haus getroffen.

00:19:11: Ja!

00:19:12: Und wenn ich müde bin und ich hab Feierabend und dann will ich nicht... Ich will ja nicht den gute Launebär anknipsen und über irgendwas reden müssen, was mich gar nicht interessiert.

00:19:25: Ich möchte noch mal klarstellen weil ich dafür schon angefeinert wurde es geht mir nicht darum zu grüßen.

00:19:30: also ich sage hallo

00:19:31: guten tag

00:19:32: da fällt mir überhaupt kein sack aus der krone.

00:19:35: aber irgendwie wollen Nachbarn immer reden ich möchte nicht reden.

00:19:40: dass ist mir dazu eingefallen.

00:19:42: wie stehst du zu deinen Nachbaren?

00:19:46: Ich bin auch so möglichst wenig austauschen.

00:19:53: Und dann kam mein Mann neulich mit, ich glaube wir sollten unsere Nachbarn zu uns einladen um sie besser kennenzulernen und nicht so

00:20:02: ganz gefährlich.

00:20:04: Ich

00:20:05: denke diejenigen, die lange bei uns im Haus sind also die unteren Etagen, mit denen verstehe ich mich ganz gut.

00:20:13: Die sind ein bisschen älter und mit dem kann man sich gut unterhalten.

00:20:17: Und wirklich ja wenn ich sage das reicht dann verstehen sie das auch.

00:20:23: Die Jüngeren, die über uns wohnen und die im Dach geschossen mehr als Hallo und Tschüss möchte ich mit denen nicht... aber ja also Besonders die, die über uns wohnen.

00:20:42: Die ganz laut sind und krach machen um mitten in der Nacht Und mit denen wir mehrere Probleme hatten.

00:20:52: Ich kann nicht so zivilisiert an einem Tisch sitzen Um mit denen zu reden.

00:20:58: Also ich bin so.

00:21:01: Ja Wir müssen alle miteinander klarkommen.

00:21:04: Das tun wir auch.

00:21:06: Aber ich bin glücklich über einige Sachen.

00:21:10: Ich kann das nicht einfach so vortäuschen.

00:21:13: Und ich möchte es nicht, also Hallo und Tschüss sagen wir wenn ich Probleme habe dann spreche ich das mal an.

00:21:18: Also ja, ich möchte nicht mit dem befreundet sein.

00:21:27: Das ist meine Einstellung dazu.

00:21:31: Mein Mann ist ein bisschen anders drauf, wenn er sagt, vielleicht erfahren wir interessante Sachen und ich so, ja aber ich will die nicht erfahren.

00:21:38: Also es reicht mir.

00:21:39: Ja mein Mann ist da auch anders, der ist auch total offen und reden, reden, Reden Irani Aber ich... Wir haben Freunde, die sind so ganz eng mit ihren Nachbarn befreundet.

00:21:53: Die sie auch erst da am Haus kennengelernt haben und dann mal jeden Abend hier noch mal was zusammen essen und da nochmal was zusammen Fernsehen gucken.

00:22:00: Und ich weiß nicht ... Das ist mir zu dicht!

00:22:03: Ich hab mein Freundeskreis aber der wohnt halt woanders also nicht in meiner Straße, nicht in meinem Haus.

00:22:09: Und das möchte ich nicht so dicht haben.

00:22:11: Ich möchte gerne meine Wohnung gehen können ohne dass sich dann auch noch... Also auch mit Freunden würde ich das nicht so handhaben wollen.

00:22:20: Du bist ja gezwungen, immer was zu sagen.

00:22:22: Wenn du nur sagen musst, ich möchte jetzt meine Ruhe auch das?

00:22:27: Das ist mir manchmal schon so viel.

00:22:32: Wir hatten mal eine Art Ferienwohnung im Allgäu und es war in einem Haus, das ganz neu gebaut wurde.

00:22:45: Da hatten wir ne Erdgeschoss-Wohnung mit Terrasse Und die Terrasse war zur Straße hin.

00:22:51: Direkt daneben war der Weg zum Eingang zur Eingangs-Tür und da sollte noch so ein Blickschutz vorgebaut werden für die Terasse, der war aber nicht da.

00:23:00: Dann saßen wir im Wohnzimmern hatten weil es Sommer war, die Terassentür auf und dann sind halt die Nachbarn nicht den Weg zur Haustür gegangen, sondern sind bei uns reingekommen.

00:23:08: Das fand ich wahnsinnig übergriffig!

00:23:10: Also reinkommen und sagten hallo wie wollten mal gucken?

00:23:13: Wie gehts euch

00:23:13: denn?!

00:23:14: Und wir saßen da auf dem Sofa.

00:23:18: Also einfach nein.

00:23:20: Ich hab die Terrassen auch, weil das steht ja kein Einladungstil.

00:23:24: Wie übergriffig kann man sein?

00:23:26: Dann musst du dann irgendwie ... will man hier nicht unhöflich sein?

00:23:30: und wir haben da gestanden und versucht diese Situation zu lösen.

00:23:35: Und es war wirklich unangenehm.

00:23:40: Nachbarn schwierig.

00:23:42: Ja, ja.

00:23:43: Man ist gezwungen im selben Haus zu wohnen Aber man braucht auch Grenzen, finde ich.

00:23:51: Wenn man so schon ins Wohnzimmer reinkommt ohne Einladung ... Das find ich schon

00:23:56: schwierig oder?

00:23:57: Schwierig.

00:23:58: und wie habt ihr die weggekriegt?

00:24:01: Ja gar nicht also schon.

00:24:03: Die sind dann von sich aus gegangen irgendwann.

00:24:06: aber ich hab nur gedacht... Da muss ich vorwauen, dass das nicht wieder passiert.

00:24:11: Dann kam dann auch so ein Sichtschutzzaun und dann war das ja klar, dass es zu ist aber bis dahin komisch die ganze Zeit.

00:24:21: Und

00:24:22: diese Haus ... Kann nicht frei sein?

00:24:24: Nee,

00:24:25: eben nicht!

00:24:26: Ich hab teilweise wirklich das Gefühl gehabt, ich muss mich verstecken damit keiner sieht, dass ich da bin, damit keiner irgendwie den Ding noch sagt Hallo.

00:24:34: Das ist auch nicht schön.

00:24:37: Und soll reingehen können und sich freilassen

00:24:40: lassen.

00:24:41: Ja, genau!

00:24:42: Das war dann sowieso so eine ganz witzige in Anführungsstrichen Hausgemeinschaft die dann immer viel zusammen feiern wollten und das war eben auch überhaupt nicht mein Ding.

00:24:53: vor allen Dingen Das sind ja keine Leute, die ich mir ausgesucht habe.

00:24:56: Ich hab mein Freundeskreis und der ist ja wohl ausgewählt.

00:25:00: Da sind Leute mit denen ich mich gut verstehe, wo ich mich wohlfühle oder mich safe fühle ... Und das sind einfach Nachbarn!

00:25:09: Es ist egal wie viel Bier die da trinken.

00:25:12: wir werden glaube ich nie gute Freunde weil wir sind einfach nachbarn und es hat überhaupt nicht gemetscht.

00:25:20: Und wenn du aber dann die einzige Partei, was dir mal nein gesagt hatt, dann bist du da halt auch gleich ... Hattest du da einen schlechten Ruf weg?

00:25:26: Es waren wir und noch eine andere Partei.

00:25:29: Die auch immer gesagt haben, ne, wir kommen nicht.

00:25:32: Ja!

00:25:33: Da hast du schon mitgekriegt, dass man da so ein bisschen in der Unengnade gefallen ist.

00:25:38: Also, das ist so eine Art von Druck, den ich überhaupt nicht mag.

00:25:43: Weißt du was zu ihm meint?

00:25:44: Dass man möchte sich fallen lassen und wenn du dann aber merkst, sobald du weh'n triffst, stehst du da gleich ... wird was von dir erwartet irgendwie.

00:25:51: Ja ja genau.

00:25:52: Fühl mich schon nicht mehr gut.

00:25:53: Nee

00:25:53: es ist keine Wohngemeinschaft also... Man braucht nicht auf engen Raum so zu leben.

00:25:59: Man soll die Tür zumachen können und sich alleine fühlen?

00:26:06: Nee, nee.

00:26:08: Ist

00:26:08: Nachbarschaft in England?

00:26:13: Also das was ich erlebt habe relativ auf Distanz.

00:26:18: also wir begrüßen uns schon aber so die direkten Nachbarn man kommt schon ins Gespräch Aber Ich kenne nicht dass wir da so bei meinen Eltern zum Beispiel meinem

00:26:35: Also nicht zusammengrillen und so weiter?

00:26:37: Nee,

00:26:37: haben wir nie gemacht.

00:26:39: Also mit Nachbarn aus der Nachbarschaft schon ... Aber nicht direkt neben uns oder über uns oder eher ... Da haben weh nie so gemacht.

00:26:52: Nein!

00:26:53: Also... Ich überlege.

00:26:57: So selbst als ich an der Uni war, da wohnte ich auch in einem ... Haus mit ganz vielen anderen Studenten.

00:27:09: Und wir haben mal ... Wir hatten so eigene Zimmer, aber wir haben eine große Küche geteilt und wir hatten kühlschränke Gemeinschaft, gemeinsame Kühlschrenke.

00:27:22: Es war immer wieder, dass mein Essen geklaut wurde.

00:27:28: Das hat mich so genervt!

00:27:30: Manchmal so Sonntagabend ich war einkaufen was zum Essen.

00:27:36: Und dann wollte ich mir etwas essen machen und da war es weg, und das ... Da waren so die Sachen, wo für mich... Ich konnte nur auf Distanz, weil dich so sauer war aus meinen Nachbarinnen.

00:27:53: Ja, und ich finde so man braucht Grenzen wenn man so dicht beieinander wohnt.

00:28:00: Das ist wichtig, um miteinander klarzukommen.

00:28:03: Ich stell mir das vor so wir sind befreundet mit unseren Nachbarn und dann haben wir eine Auseinandersetzung.

00:28:13: Das wird so unangenehm sein!

00:28:15: Und man ist dann gezwungen im selben Haus zu wohnen und ich würde dadurch nicht meine Wohnung aufgeben wollen.

00:28:26: aber man ist irgendwie ja.

00:28:30: entweder klebt man dann die Sache auf oder ... Man zieht weg.

00:28:35: Und da, ja und wenn man diese Freundschaft nicht hat, hat man diese Gefahr nicht.

00:28:44: Nee.

00:28:45: Das ist für mich angenehmer.

00:28:47: Ja,

00:28:47: finde ich auch.

00:28:49: Ich hab schon von einigen Leuten gehört, wo dann so'n richtiges Mobbing von Nachbarn stattgefunden hat.

00:28:55: Oder auch so dieses typische ... Man hängt irgendwelche Zettel unten im Flur.

00:29:00: Ja, hat wieder jemand irgendwie die Treppe aus nicht rechtzeitig geputzt oder was weiß ich?

00:29:06: Was ich zweimal hatte tatsächlich.

00:29:10: Als ich junge Frau war, so Anfang zwanzig, hatte ich in unterschiedlichen Wohnungen jeweils einen älteren Herrn, der komisch geworden ist.

00:29:24: Und das war extrem unangenehm und für mich auch ... so dass ich da auch gerne weg wollte.

00:29:32: Also das eine war, da hab' ich in einer Wohngemeinschaft gewohnt, auch in einer Ständen-WG gewohnd und da hat unter mir ein Älterer hergewohnt.

00:29:39: Ich habe damals als Krankenpflegerin gearbeitet Und der kam dann immer so und hat mich jedes Mal abgefangen, wenn ich nach Hause kam um mir irgendwelche wahnsinnig wichtigen Fragen zu stellen.

00:29:53: Irgendwann hat er mir erzählt, dass seine Frau Schwerstpflegefall ist und bei ihm da irgendwo liegt und gepflegt werden muss.

00:30:05: Und irgendwann hat er mich gefragt ob ich mal reinkommen will oder besuchen will.

00:30:12: War mir dann schon zu viel, aber ich war auch nicht so.

00:30:14: Dann habe ich geguckt und lag quasi eine komatöse Frau mit einem Schnickschnack, Infusionen usw.

00:30:24: Irgendwann kam die Frage, ob ich nicht aus der WG rausgehen will oder bei ihm einziehen will um seine Frau zu pflegen.

00:30:32: Dafür könnte ich sonst wohnen.

00:30:33: Da habe ich gesagt, nee jetzt Schluss!

00:30:37: Das tut mir seinen Schicksal wirklich leid.

00:30:40: Aber nur weil ich Krankenpflegerin bin, dass ich da jetzt jeden Tag irgendwie von dem abgegriffen werde

00:30:46: und

00:30:48: das war richtig belastend irgendwann.

00:30:52: Und dann war ich dann auch froh, als die WG gewechselt habe, weil das irgendwann einfach zu viel wurde.

00:30:59: Dann hatte ich noch mal einen.

00:31:01: der war ungünstigerweise Vermieter.

00:31:03: Das war meine erste eigene kleine Wohnung.

00:31:06: Da hatte ich eine ganz mini, kleine Dachgeschoss-Wohnung und der war immer ... Ja, ich kann auch Sachen für sie erledigen.

00:31:14: Ich kann da in ihre Wohnung reinkommen und mich um Gas weiß nicht was kümmern.

00:31:20: Und ... jeden Tag geklingelt und hallo, schöne Nachbarin so.

00:31:26: Das war wirklich unangenehm?

00:31:27: Das war die Zeit, wo ich meinen Mann kennengelernt habe.

00:31:31: Er wär ja jetzt da.

00:31:35: Und dann bräuchte man die Hilfe von dem Vermieter gar nicht mehr, und da wurde es dann wirklich unangenehm ... Da wurde er auch unangnehm vom Ton hier mir gegenüber, wenn ich alleine war.

00:31:46: Und da bin ich dann auch ausgezogen.

00:31:48: Aber wir Unangenehmen können ältere Herden sein!

00:31:52: Wenn man als junge Frau allein

00:31:54: irgendwo einwirklich

00:31:57: ist.

00:31:57: Das war ja nicht mal ... Also der zweite war schon übergriffig?

00:32:02: Der erste auch, aber ja nicht im sexualisierten Sinne.

00:32:06: Aber trotzdem übergriffig... Also wie kann man Frauen instrumentalisieren?

00:32:11: Vor allen Dingen junge Frauen und ich war dann nicht so weit mich wehren zu können, dass sich dann sagen lassen sie mich bitte in Ruhe möchten nicht mehr angesprochen werden habe ich nicht gemacht weil ich viel zu nett und viel zu höflich bin.

00:32:20: Ja ja und er war sein Vermieter auch.

00:32:23: Genau das ist eine ganze Abwicklung.

00:32:24: Machtverhältnis!

00:32:29: Und kennst du solche Situationen auch, dass du so als unangenehm mit Nachbarn oder Vermieterinnen ... Also was wie ...

00:32:37: Nee.

00:32:38: Hast du immer

00:32:38: angemackert?

00:32:40: Aber du hast selber gesagt, du hast selbst laute Nachbarne!

00:32:42: Ja und ich mecke gerne.

00:32:49: Wir wohnen

00:32:50: seit zwölf Jahren im selben Haus.

00:32:54: innerhalb des Hauses so umgezogen.

00:32:57: Und wir wurden ganz lange im Dachgeschoss und unter uns war eine Studenten-WG, und das ...

00:33:06: Die waren laut?

00:33:07: –

00:33:07: Die waren sehr laut!

00:33:08: Die haben Partys gefallet bis in die Nacht.

00:33:11: Die haben gekifft, die haben geraucht.

00:33:14: also die Nachbarn... Unter uns haben sich so häufig mal beschwert dass da Kippen im Garten lagen und sowas und die waren ja.

00:33:24: Die war nicht so ... angenehm.

00:33:28: Und ich hab die öftest mal angesprochen und mich öftes beschwert, ja also das ...

00:33:37: Hat das geholfen?

00:33:40: Ich kann mich mal erinnern an eine Feier.

00:33:44: Es war ... Auf dem Sonntag, glaub ich.

00:33:48: Und es war drei Uhr morgens oder so und ich hab mal an der Tür geklingelt also nicht geklingelte.

00:33:53: Ich habe richtig geklopft aufgemacht.

00:33:57: Es reicht jetzt machen wir die Musik aus.

00:34:00: Tür zu ... Nee, ich hab's wieder gemacht.

00:34:04: Die haben keine Musik ausgemacht und ich sagte Nächste Schritt Polizei kommt.

00:34:08: Ja ja, muss ihr?

00:34:11: Das geht nicht mehr Ja, so was.

00:34:16: Also da habe ich keine Scheu.

00:34:18: Ich habe Verständnis wenn Nachbarn so laut sind, wenn es ab und zu mal vorkommt dass das lauter sein wird.

00:34:29: Das ist völlig in Ordnung.

00:34:31: Ich möchte aber vorher so wissen.

00:34:34: also wir haben gestern heute Nacht und es kann sein.

00:34:37: Das finde ich das Mindest was man machen kann damit man sich darauf einstellen kann.

00:34:45: Wenn das nicht so der Fall ist, dann werde ich mich beschweren.

00:34:52: Das ist auch andersrum verständlich wenn wir etwas lauter sind und die Nachbarn bei uns klingeln und sagen es reicht jetzt.

00:34:59: Habt

00:35:00: ihr wegen Kind mal Problem gehabt?

00:35:01: Nee

00:35:02: Also die Nachbarin unter uns hat selber häufiger Enkelkinder zu Besuch Und sie versteht das auch und sagt Ich höre euch kaum, also ja wenn sie spielt schon man hört das aber es ist nicht störend.

00:35:20: Ja und wir haben gesagt ja sie ist meistens so spätestens halb neun im Bett unter die Nacht ist ruhig genau.

00:35:29: also wir tun alles damit sie nicht durch die nacht schreit.

00:35:32: und ja und als sie noch klein war sie hat vier geschrien Ja, sie hatte Regulationsprobleme und hat wirklich viel geschrien.

00:35:43: Dann hab ich das einmal angesprochen bei der Nachbarin.

00:35:46: Und sie meinte ... Es tut mir einfach leid, wenn ich das höre für das Kind.

00:35:51: Also mich stört das überhaupt nicht!

00:35:53: Das war so ... Danke für dein Verständnis.

00:35:57: Ich kann nichts dafür.

00:35:58: Wir versuchen alles wirklich.

00:36:00: Und dass sie uns nicht böse war.

00:36:01: Sie war so wirklich ... Ich verstehe das.

00:36:04: Und es ist völlig in Ordnung.

00:36:05: Das war so ein Moment, wo ich ausatmen konnte und so ... Okay.

00:36:14: Ich brauch mir da keinen Stress zu machen.

00:36:16: Und sie ist wirklich sehr verständnisvoll.

00:36:18: Aber wir haben da keine Beschwerden bekommen wegen des Kindes.

00:36:26: also was Gutes.

00:36:29: Ich würde eh sagen, Kinder dürfen mal spielen.

00:36:33: Ja.

00:36:34: Also das ist... in allen Rahmen.

00:36:37: Und sie macht es nicht so, um andere zu ärgern.

00:36:41: Sie ist einfach in Ihrem Spiel und manchmal ist das mal lauter und wir spielen miteinander und es ist manchmal lauter aber es ist nie spät und es is nie übertrieben.

00:36:51: Es ist alles im Rahmen.

00:36:54: und ja ... Sie guckt da durch die Scheibe Genau!

00:37:02: Das finde ich völlig in Ordnung.

00:37:05: Kinder dürfen Kinder sein

00:37:06: Auf jeden Fall.

00:37:07: Also wir haben auch Nachbarn mit einem kleinen Kind, ich glaube ganz zick älter als

00:37:12: uns

00:37:13: und das haben wir dann auch.

00:37:16: manchmal wenn wir auf dem Sofa sitzen, wir wohnen so Wohnzimmer an Wohnzummer und dann ist da richtiges gekreisch aber Wüten trotziges Kreisch.

00:37:28: Und dann geben wir uns eigentlich immer nur fünf und denken, gut ist das jetzt nicht unser Problem?

00:37:33: Wir können hier schön rum chillen... Also das stört nicht!

00:37:38: Wie gesagt, wie dein Nachbarn-Aussagst tut einem halt leid aber ich möchte das Problem in diesem Moment nicht haben und ich hab's ja auch nicht und insofern stört es mich auch nicht.

00:37:47: Das Kind spielt Wir haben Gemeinschaftsgarten, spielt dann im Garten.

00:37:51: Und das ist irgendwie einfach nur niedlich!

00:37:53: Also das zu beobachten und wir haben ja einen großen Hund der geht auch in den Garten und die mögen sich.

00:38:02: Dann heißt es immer nur komm fang mich, komm fag mich und der Hund denkt was will ich jetzt?

00:38:07: Aber die sind total gechillt miteinander und das ist einfach schön.

00:38:12: also da gibt es überhaupt gar kein Problem mit irgendwas so.

00:38:18: Ich kann mir das auch nicht vorstellen, wie es anders wäre.

00:38:21: Also ich hab früher direkt an einem Kindergarten gewohnt, also der Spielplatz vom Kindergaten, der war quasi direkt unter meinem Balkon und es war nie ... Es weiß von denen, dass es Nachbarn gegeben hat die sich da regelmäßig beschwert haben.

00:38:41: Ich hab Homeoffice immer gearbeitet.

00:38:43: Und ich war zu Hause, habe das immer gehört.

00:38:46: Das war nie ein Geräusch, was mich irgendwie gestört hätte.

00:38:49: Zu keiner Zeit!

00:38:50: Aber das waren viele Kinder.

00:38:52: Es war nicht nur eins und wie wir Kinder lernen beschweren ... überhaupt nicht nachvollziehen.

00:38:59: Nee.

00:39:01: Ja... Also da sind so ...

00:39:02: Und ich hab gar keine eigenen Kinder und es stürmt mich wirklich gar nicht.

00:39:06: Nein, weil du menschlich bist.

00:39:09: Das gehört zum Leben und Kinder dürfen Kinder sein.

00:39:11: also das alles gehört dazu von ja Lachen, Gegreiche so bockig sein so schreien Es gehört alles dazu und es darf auch sein ist gehört zur Entwicklung es gehört zu Mensch sein Und wir sollten alle ein bisschen mehr Verständnis für einander haben.

00:39:32: So Ja Wir waren alle Mai-Kinder.

00:39:38: Mhm.

00:39:38: Ja, genau.

00:39:40: Genau.

00:39:43: Ja!

00:39:43: Ach, wir waren bei Nachbarn gar nicht bei Kinder.

00:39:45: Okay gut... Was machen wir?

00:39:46: Wollen wir noch...?

00:39:47: Doch, wir schaffen noch einen, oder?

00:39:48: Wir schaffen noch.

00:39:48: Und

00:39:48: einschaffen

00:39:49: wir noch.

00:39:50: Jaaa...

00:39:51: Was haben wir denn?

00:39:52: Pflege und Unfall.

00:39:55: Oh,

00:39:55: ist Unfall schwer?

00:39:59: Nö.

00:40:01: Mach mal Unfall!

00:40:03: Also das war vor letztes Wochenende an einem Freitag.

00:40:11: Ich bin morgens losgefahren und ich habe mich nicht verabschieden können, also es war gerade Stress zu Hause und ich hab mal gesagt, ich muss jetzt los, sonst komme ich zu spät zur Arbeit.

00:40:27: Also ja... Und da ist ein Kreisverkehr hier in Nübeck was Der ist der gefährlichste in Deutschland.

00:40:39: Da passieren...

00:40:40: Linden, Dings, Poms?

00:40:41: Genau, Lindentelle da sind die meisten Unfälle hin und weg.

00:40:45: Und genau es war nicht meine Schuld ich bin Fahrradfahrerin Ich bin in den Kreisbekehr reingefahren Bin an die zweite Ausfahrt rübergefahren.

00:41:01: In dem Moment ein Auto wollte die Ausfahrten nehmen Und er ist in mich quasi reingefahren und hat mich mit sich geschoben.

00:41:12: Ich habe meine Hand die ganze Zeit auf dem Auto gehabt, der ist weitergefahren.

00:41:18: Ich hab nach hinten geguckt, ich hab ihn in die Augen geschaut und er ist weiter gefahren.

00:41:24: Und ich wurde einfach mitgeschleppt und er hat nur aufgehört als ich so richtig doll auf die Mutterhaube gehauen habe.

00:41:34: Und ich war so erschüttert, dass ... Hatte das

00:41:38: nicht bemerkt oder was?

00:41:40: Oder es war ihm egal... Ja!

00:41:44: Ich war fast aus dieser ... Ich war an der Ecke von seinem

00:41:48: Auto

00:41:50: und er hat mich wirklich mitgeschoben und ich wollte weiterfahren und er wollte die Ausfahrt nehmen und er hatte mich so reingeschoben Und ich war gerade an der Winkel, wo ich mich festhalten konnte.

00:42:02: Wäre ich paar Zentimeter nach vorne?

00:42:04: Ich wäre unter dem Auto gewesen und ja ... Der ist einfach weitergefahren und ich bin dann...

00:42:13: Er ist weiter gefahren auch noch?

00:42:14: Ja,

00:42:14: er ist weitergefahr nachdem ... ja!

00:42:17: Und ich hab die nächste Auswahl genommen und ich konnte nicht aufhören zu zittern und ich versuch.

00:42:26: Ich hab mein Mann erst mal angerufen und ich sagte, ich muss mich vom Kind verabschieden.

00:42:31: Ich muss sagen bis später!

00:42:33: Und ich habe dich lieb!

00:42:35: Das war so ein blödes Gefühl, es hätte anders laufen können.

00:42:42: Ja...ich hatte Wackelbeine stundenlang weil das hätte wirklich anders sein können.

00:42:52: Man kann alles richtig machen aber wenn die anderen Nicht aufpassen.

00:42:59: Und das war so dieser Moment, wo ich den Mann in die Augen geschaut habe und der hat weitergefahren.

00:43:05: Der hat nicht gebremst, er hat mich weitergeschoben... ...und es fühlte sich so lange an!

00:43:11: Es waren wahrscheinlich Mikrosekunden aber das war...

00:43:16: Aber dass ist Fahrerflucht auch?

00:43:18: Ja ja Genau.

00:43:20: Und du hast

00:43:20: auch kein Kennzeichen?

00:43:22: Nee, das hat mein Mann gefragt.

00:43:24: Hast du wenigstens ein Kennzeich...

00:43:26: Aber es musste doch jemand gesehen haben!

00:43:28: Ja,

00:43:29: es war morgens um halb neun, also nicht mal vierte nach acht.

00:43:34: Das war viel Verkehr.

00:43:36: Keiner hat dir jemand geholfen.

00:43:39: dann?

00:43:40: Nee krass.

00:43:43: Ich hab so gezittert und ich ... Ich wusste nicht weiter.

00:43:47: Und dann ist mein Mann losgefahren und hat mich getroffen, weil ich einfach nicht weiterkam.

00:43:51: Ja,

00:43:52: ja klar!

00:43:52: Du hattest ja einen Schock?

00:43:54: Ja, genau... Und dann... Ach, ich denke eher... Ich bin in dem Sinne richtig... ...ich hatte richtig Glück dass mir nichts passiert ist aber so pecht das mir doch was passiert ist.

00:44:10: Also das... Ja... Ich hab alles richtig gemacht, ich hab mal darauf geachtet und ich hatte ein Helm auf.

00:44:20: Und ich war sichtbar ... Ja, ich hatte Vorfahrt und der ist einfach in mich so quasi reingefahren... Und

00:44:28: hat dann Fahrerflucht begangen?

00:44:29: Hat dich einfach

00:44:30: alleine gelassen?

00:44:31: Ja ja genau!

00:44:33: Das passiert so häufig das Auto so dicht übernehmen und sie nehmen das nicht mehr wahr.

00:44:41: Also auf dem Weg hierher heute drei Autos, ich hätte die mit der Hand anfassen können.

00:44:45: Das darf nicht sein.

00:44:48: Du hast ein Kind dabei?

00:44:49: Ja, und die machen das trotzdem.

00:44:51: Und ich finde ... Alles ist autocentriert

00:44:54: hier.

00:44:55: Genau.

00:44:56: Selbst die Radwege sind so schmal.

00:45:01: Man hat nicht genug Platz, um richtig überholen zu können.

00:45:06: Dann parken Autos entlang des Radweges.

00:45:12: Wenn ein Auto die Tür aufmacht Ja, ist mal mittendrin und dann ist ein Auto direkt neben dir.

00:45:19: Und es ist so gefährlich!

00:45:22: Das wird mir immer klarer wie gefährlich das ist für Radfahrer.

00:45:30: Wir haben bei uns im Dorf eine Straße.

00:45:33: Das ist ne Einbahnstraße weil die halt sehr schmal ist.

00:45:36: Das heißt können sich keine zwei Autos entgegenkommen.

00:45:40: Ich denke auch schon wieder autozentriert ja am Auto.

00:45:42: Es kann sich nicht entgehen kommen.

00:45:45: Du darfst Aber als Fahrradfahrerin von beiden Seiten reinfahren.

00:45:50: Ich fahre dann in die gegensätzliche Richtung, also mir kommen die Autos immer entgegen und dann fährt der Fahrer drei Buslinien durch.

00:46:00: Und wenn dir der Bus entgehen kommt, dann hast du keine Chance.

00:46:04: Also das ist so.

00:46:05: wie du sagst kann ich mit der Hand anfassen.

00:46:07: Du hast da Zentimeter wirklich zwischen dir und deinem Bus finde ich so unangenehm auch mit dem Fahrtwind, der dann ja entsteht.

00:46:15: Wenn dir ein großer Bus entgegen kommt, dass sich dann wirklich immer absteigen und warten, bis er vorbei ist weil mir das komisch ist.

00:46:22: also ich möchte da nicht irgendwann mal unter einem Bus hängen irgendwie.

00:46:25: Und das wird dann eben in Kauf genommen.

00:46:29: du wirst schon als Fahrradfahrerin gucken wie du dich in Sicherheit bringst, weil uns ist das egal!

00:46:35: Uns als Stadt ist es egal, wie du da durchkommst.

00:46:40: Ich weiß nicht, das find' ich nicht okay

00:46:42: Nein.

00:46:42: Nee, ist es nicht!

00:46:44: Das im Grunde genommen dürften durch diese schmalen Straße keine Busse fahren.

00:46:50: Und dann gibt's so Wege wo die Radwege einfach geschlossen werden.

00:46:56: Die werden einfach abgesperrt und die Radfahrer werden auf die Straße gelenkt weil sie kein Geld für die Reparatur oder Sanierung der Radweger haben.

00:47:06: aber die Straßen sind alle in Ordnung Ja, Prioritäten.

00:47:12: Also die Radwege sind auch wichtig.

00:47:15: Die sind überhaupt nicht fahrbar manchmal und wir werden trotzdem darauf fahren müssen ...

00:47:26: Ich hab auf dem Weg zur Arbeit eine Straße, wo ich langt muss.

00:47:30: Da gibt es einen Weg für Fahrräder nur auf einer Straßenseite.

00:47:37: Auf der anderen ist nichts.

00:47:38: Und da dürfen Fahrräder in beide Richtungen fahren auf dieser einen Seite.

00:47:45: Da ist aber der Fußweg, also die Fahrradfahrer fahren in beide Richtung von vorne und hinten auf den Fußweg und es wird... Es ist natürlich das rechte Stärkeren.

00:47:56: Das heißt ich bin die Fußgängerin Ich muss immer lang gehen um zur Bushaltstelle zu gehen und das ist meine Verpflichtung mich um mein Leben zu kommen, weil die Fahrradfahrer die fahren halt.

00:48:08: Es ist egal ich bin da neulich mal im Hund lang gegangen und da hätte es fast einen Unfall gegeben, weil ich das gar nicht mitgekriegt habe dass von hinten ein Fahrrad gekommen ist und das ist anscheinend okay für die Stadt.

00:48:20: so soweit.

00:48:21: Ja weil sie dasselbe nicht erleben Das ist das.

00:48:25: Die gehen nicht zum Wunsch.

00:48:26: Hangen

00:48:26: das mal ab und sagen, ja, das sollte reichen

00:48:28: ... Genau!

00:48:29: Da ist noch nie was passiert, dann wird's schon gut.

00:48:32: Ja,

00:48:32: genau.

00:48:32: Es wird

00:48:32: schon super laufen hier.

00:48:34: Bis es der erste Unfall gibt?

00:48:36: Und dass ... ja.

00:48:39: Wir sollten mehr Geld um mehr Zeit dafür investieren, dass die Infrastruktur so richtig gut ist.

00:48:47: Also wir haben alle etwas davon.

00:48:50: Also sichere Radwege bedeuten mehr Leute fahren mit dem Fahrrad, das ist besser für Klimaschutz.

00:48:58: Das ist besser die Gesundheit der Menschen.

00:49:01: Es ist ein Allrounder.

00:49:04: also alle haben was davon und wenn sie dafür ja das missachten und nichts investieren und dass nicht berücksichtigen wie wichtig es ist, das is loose-loose.

00:49:20: Ich wollte noch mal darauf zurückkommen, dass du gesagt hast.

00:49:22: Du hast dich nicht verabschiedet?

00:49:25: Ich

00:49:26: finde das... Also es ist nur so ein Gänsehaut-Ding bei mir weil ich weiß nicht irgendwas mit Unfällen und sich verabschehen.

00:49:36: Wir hatten ja nach vorigen Folgen schon das Thema Abschied aber das ist jetzt nochmal eine andere Sache weil ich das explizit auf Unfälle beziehe.

00:49:46: Also ich hab das ganz arg, dass ich mich immer verabschieden muss und es auch wenn ich jetzt mal Stress mit meinem Mann habe oder so.

00:49:54: Das ist egal, wenn wir nur zur Arbeit oder sonst wohin gehen.

00:49:58: Wir müssen uns verabsieden.

00:50:00: Sonst kann ich nicht gut.

00:50:01: Bei mir ist der Hintergrund der, dass mein Vater gestorben ist beim Autounfall.

00:50:07: Und zwar war für mich... oder ich war da ein Baby, zehn Monate alt und der ist halt einfach nicht mehr nach Hause gekommen.

00:50:18: Und das ist natürlich so eine Biografie die musst du dann ... die trägst du mit dir rum?

00:50:22: Mein Vater ist unverschuldet bei einem Auto in Fall gestorben und zwar als wirklich dringend gebraucht wurde in einer Familie.

00:50:32: Ich kann das nicht gut ab.

00:50:35: Ohne Verabschiedung, ohne liebevolle Verabenschiedungen.

00:50:39: Wie ...

00:50:40: aus dem Haus zu gehen oder meinen Mann aus dem Hause gehen zu lassen.

00:50:43: Das ist für mich irgendwie so ein Ding.

00:50:46: Weil ich immer denke, wer weiß, ob er wiederkommt?

00:50:48: Genau!

00:50:49: Dass kann man nie sagen, ob jemand wiederkommt.

00:50:51: Also da hab' ich eine ganz große Wertschätzung in dieses ... das bedeutet mir was.

00:50:56: Egal worüber wir uns gerade gestritten haben oder so.

00:51:00: Es gibt ne ... ganz viel was da oben drüber steht und wir müssen uns liebevoll verabschieden.

00:51:06: Und ich

00:51:06: glaube das ist, dass es dir dann auch so ging weil du sagst das war das erste was du trotz schockt dann irgendwie gesagt hast?

00:51:14: Ja ja genau das war.

00:51:15: es hätte anders sein können und der war kein abschluss so und das war für mich so... Ich muss das nachholen hätte wirklich anders sein können.

00:51:34: Es war mir in dem Moment so wichtig, das zu machen, weil man weiß es nie, ob man wieder nach Hause kommt.

00:51:49: Als ich das Haus verlassen habe, hatte ich das so nicht im Kopf.

00:51:57: Ich musste Arbeit und ... Man nimmt es immer selbstverständlich, dass man wiederkommt.

00:52:06: Genau, genau.

00:52:07: Und ich

00:52:08: glaube, wenn du so ein bisschen Erfahrung mal ... Also, wenn Du sowas erlebt hast, dann gehst Du damit anders um?

00:52:13: Ja, ja, genau!

00:52:16: Ich hatte eine Freundin mal, es ist schon viele Jahre her, die mal gesagt hat, sie hat sich ganz normal morgens verabschiedet weil sie zur Arbeit wollte und dass er noch zu Krankenhauszeiten war gewohnt und sie wüsste nicht, wo das jetzt herkam.

00:52:39: Konnte das nicht einordnen?

00:52:40: Und hatte dann auf dem Weg zur Arbeit einen Verkehrsunfallen sehr schlimm, wo dann ihr Auto auch angefangen hat zu brennen usw.

00:52:50: Wo es dann knapp war, dass die da rausgekommen waren, nicht schwer verletzt, alles gut gegangen

00:52:54: usw.,

00:52:55: aber sie meinte dann so im Nachhinein ... Da glaub ich tatsächlich auch daran, dass irgendwas intuitiv ihr gesagt habt, verabschiede dich

00:53:03: Intensiv, intensiver

00:53:05: als sonst irgendwie.

00:53:07: Und manchmal denke ich ... Wer weiß was wir alles nicht wissen?

00:53:10: Vielleicht haben wir so Intuition wirklich in uns die, die uns das sagen.

00:53:15: Ja ja, ich glaube schon.

00:53:17: Man muss ...

00:53:18: Man muss achtsam sein.

00:53:20: Genau!

00:53:20: Das klingt wieder so esoterisch aber es ist einfach so.

00:53:22: Ich glaube wenn man so viel mal in sich hinein hört dann kann man auch ... Kann man das gut verwenden.

00:53:28: Und

00:53:28: ich denke auch Es ist nicht schlimm da mir nichts passiert.

00:53:31: Nee, eben.

00:53:33: Das ist ja das Beste was sein kann.

00:53:35: Genau.

00:53:35: Es ist nur dann auffällig wenn man merkt okay da ist doch etwas passiert und ... Dann sieht man so andere Zusammenhänge.

00:53:44: Ja.

00:53:45: Aber vielleicht sollten wir uns das alle vornehmen so liebevoll?

00:53:50: Genau.

00:53:51: Ja, zu verabschieden immer!

00:53:53: Genau.

00:53:53: Und wenn nichts passiert dann ist es auch schön trotzdem wieder nach Hause zu

00:53:57: kommen.

00:53:58: Und das ist eine schöne Erinnerung für den Tag.

00:54:00: Okay, mein Partner hat mich lieb oder meine Kinder haben mich liebt und die wissen dass ich die auch lieb habe und sie können gut mit dem Gefühl von lieber durch den Tag gehen.

00:54:12: Egal ob man sich vorher gestritten hat, dass

00:54:14: es

00:54:15: hinterher völlig egal.

00:54:16: Ja

00:54:17: genau.

00:54:19: Wir können auch froh sein wenn uns nichts passiert.

00:54:22: Genau!

00:54:23: Das ist ja das Beste was wir haben.

00:54:28: Ja,

00:54:28: haben wir uns verabschiedet.

00:54:29: Genau.

00:54:30: Danke,

00:54:31: nachteillicher Abschluss!

00:54:32: Aber schreibt uns eure Meinung

00:54:35: und wir verabscheiden uns

00:54:39: für heute.

00:54:40: Wir verabspielen uns ganz liebevoll von euch und hören uns wieder in vierzehn

00:54:44: Tagen.

00:54:44: Genau bis im vierzehntag.

00:54:46: Bis dahin Tschüss!

00:54:54: Ach Schade schon vorbei.

Neuer Kommentar

Dein Name oder Pseudonym (wird öffentlich angezeigt)
Mindestens 10 Zeichen
Durch das Abschicken des Formulars stimmst du zu, dass der Wert unter "Name oder Pseudonym" gespeichert wird und öffentlich angezeigt werden kann. Wir speichern keine IP-Adressen oder andere personenbezogene Daten. Die Nutzung deines echten Namens ist freiwillig.